Sprechen sie Sulawedisch?
Von Thomas Meyer. Aktualisiert am 20.01.2010
«Sulawedisch» ist eine eigentümliche Sprache. Gesprochen wird sie wohl nur in Wohlhausen. Besser noch: Sie wird gesungen. Erfunden hat die Sprache der Basler Komponist René Wohlhauser 2005 für seine «Sulawedischen Lieder, Gesänge und Vokalstücke». Zu hören ist sie auch in seinem neuen Werk «Iguur - Blay - Luup», das jetzt in der Helferei uraufgeführt wird. Aber auch wer diese fiktive Sprache nicht versteht, kann ihren Sinn erahnen. Und das gerade ist bezeichnend für Wohlhausers Musik: So hoch elaboriert und komplex sie ist, so transportiert sie doch auf oft unmittelbare Weise Elementares. Das zeigt sich auch auf der neuen Porträt-CD von Wohlhauser beim Label Musiques Suisses. Sprunghaft und zuweilen jäh klingen die Stücke, und sie entladen sich unter ungemeinem Energiedruck.
In Zürich interpretiert der Komponist seine neuen Stücke am Klavier, zusammen mit der Sopranistin Christine Simolka und einem Kammerensemble. Ausserdem erklingen Werke von Klaus Huber, Heinz Holliger und James Clarke. Die Flötistin Ursula Seiler Kombaratov schliesslich steuert ein eigenes Lied bei.
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