Tages-Anzeiger



Gastro Aktuell Villa Ducale

Zum Schluss einen Grappa

Von Daniel Böniger. Aktualisiert am 27.01.2010

Die Villa Ducale beim Milchbuck wirkt italienischer als andere Ristoranti in der Stadt. Das hat nicht zuletzt mit der Preispolitik des neuen Betriebs zu tun.

Die Villa Ducale hat das Zeug zum familiären Quartierlokal: Kellner Barca, Gastgeber Battista und Koch Fauci.

Die Villa Ducale hat das Zeug zum familiären Quartierlokal: Kellner Barca, Gastgeber Battista und Koch Fauci.
Bild: Tom Kawara

Villa Ducale

Adresse: Schaffhauserstr. 127
8057 Zürich
Telefon: 044 350 10 85
Öffnungszeiten: Mo-Fr 11-14 und 18-23 Uhr, Sa 18-23 Uhr.

User-Rating


Profil

Preise

Moderat

Ambiente

Tische weiss gedeckt

Kriterien

Ganz Rauchfrei

Restaurantarten

Restaurant

Restaurant-Küche

Italienisch

Ein richtiges italienisches Essen beginnt mit Antipasti, etwa einem Teller Salami oder ein paar eingelegten Gemüsen. Es folgt der Primo sprich ein Teller Pasta, etwas Risotto oder allenfalls eine Suppe. Danach huldigt der Gast dem Fleisch, dem sogenannten Secondo. Und lässt zum Schluss womöglich gar ein wenig Käse oder eine süsse Nachspeise folgen. Leider essen wir viel zu selten so. Weil eine solch formidable Mahlzeit in den meisten Ristoranti schlichtweg zu teuer ist.

Frische Produkte aus dem eigenen Laden

Erfreulich, dass in der neu eröffneten Villa Ducale beim Milchbuck die Preise ausgesprochen fair sind: Das beginnt schon mit dem Glas Pinot bianco zum Aperitif, das gerade mal 3 Franken kostet - da fragt man nicht nach Produzent und Jahrgang. Denn es schmeckt. Das erschwingliche Angebot dürfte auch damit zu tun haben, dass Geschäftsführer Giuseppe Battista in der Nähe einen Wein- und Delikatessenhandel mit gleichem Namen betreibt.

Auf der Speiseseite lässt sich der Abend mit frischen Feigen und Rohschinken beginnen, was dank eines guten Olivenöls herrlich schmeckt. Überzeugend sind danach die al dente gekochten Spaghetti mit Tomatensauce und Scampi; eine Spur zu dick vielleicht der Teig der Ricottaravioli mit Limettensauce. Ein Pferdefilet mit Orangen-Balsamico-Sauce wird vom jungen Küchenchef Andrea Fauci perfekt auf den Punkt gebraten. Gut schmecken die gemischten Schalentiere. Zu beiden Secondi wird Broccoli serviert. Selbstredend steht auf dem Tisch eine ganze Flasche Rotwein, die meisten Gewächse sind für zwischen 30 und 40 Franken zu haben. Bei diesen Weinpreisen ein «Halbeli» zu bestellen, würde beinahe ein wenig geizig aussehen.

Wer will, ordert zuletzt Panna cotta. Wer nicht mehr mag, die Rechnung. Sie kommt auf rund 170 Franken für zwei Personen zu stehen. Muss wirklich erwähnt werden, dass der freundliche Kellner Salvatore Barca - er ist schon viele Jahre im Service tätig - am Ende einen Grappa offeriert?

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2 KOMMENTARE

ruth leemann

star4

Bei diesen Preisen sollte es selbstverständlich sein, das am Schluss noch ein Grappa offeriert wird.


Hope Spring

star4

Nettes Ambiente, freundlicher Service und leckeres Essen. Allein das Publikum war etwas verstaubt. Ich geh wieder hin.



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