Zürichs beste Cocktail-Bars
Von Alexander Kühn. Aktualisiert am 25.05.2010
Die Positionen auf dem Podest sind schnell vergeben: Zur Kronenhalle-Bar mit Weltmeister Peter Roth gesellen sich die Widder Bar und die Onyx Bar im Hotel Park Hyatt. An allen drei Orten sind Künstler am Werk, bei denen auch die letzten Nuancen stimmen.
Die Lokale auf den Positionen 4 bis 10 sind bunt gemischt. Mal gab der Barkeeper selbst den Ausschlag für die Aufnahme in den Kreis der Prämierten, mal die Atmosphäre oder die Umgebung. Wie bei jeder Hitliste gilt auch hier: kein Anspruch auf Vollständigkeit.
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Bar & Lounge 42
Die Bar & Lounge 42 im Hotel Marriott liegt abseits der gewohnten Ausgangspfade. Dank dem hoch motivierten Barchef Andreas Kloke lohnt sich der Weg aber. Die ambitionierte Karte umfasst bemerkenswert viele Eigenkreationen, aber auch Klassiker und 42 Martini-Variationen. Bis 23.30 Uhr gibts Warmes aus der Küche, so etwa den XXL-Hot-Dog (1 m lang) mit Röstzwiebeln, Gurke und Sauerkraut.
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Barfly'z
Das Barfly'z liegt nur wenige Meter vom Hotel Park Hyatt entfernt und ist die jugendliche Alternative zu dessen mondäner Onyx Bar. Die rund zwanzigseitige Cocktailkarte gilt unter Berufskollegen als vorbildlich. Vorbildlich ist auch die Preispolitik. Ein Standard-Drink kostet für Zürich ungewöhnliche 12 Franken. Die besten Plätze sind auf den Sofas am Fenster.
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Central Plaza
Zugegeben, das Central Plaza fällt einem bei der Suche nach einer guten Cocktailbar nicht auf Anhieb ein. Mit dem Deutschen Robert Thoss, der früher in der Widder Bar und im Park Hyatt arbeitete, steht aber einer der besten Barkeeper der Stadt hinter dem Tresen. Die Klientel ist angenehm gemischt, die Pianomusik unterhält, stört aber das Gespräch nicht. Auf der Bar-Karte stehen ein paar ausgezeichnete kleine Gerichte wie Beefsteak Tatar mit Parmesan und getrockneten Tomaten oder Wienerschnitzel zu äusserst moderaten Preisen.
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Jules Verne Panorama Bar
Hoch über den Dächern der Innenstadt trinkt es sich besonders schön. Kein Wunder, sind die wenigen Tischchen in der Jules Verne Panorama Bar heiss begehrt. Wer einmal sitzt, steht nicht mehr so schnell auf. Auch weil die Drinks von der im positiven Sinn konservativen Cocktail-Karte dem Ambiente würdig sind. Barfood ist leider nur bis 22 Uhr erhältlich. Dafür schmecken die Grüsse aus der Küche, so etwa der Hors-d'oeuvre-Teller.
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Kronenhalle
Die Kronenhalle-Bar zählt zu den wenigen Lokalen, in denen die Gäste nicht schreien müssen. Hier verständigt man sich im Flüsterton. Das gebietet schon der Respekt gegenüber Peter Roth, dem Weltmeister-Barkeeper von 1984. Säuselmusik aus Lautsprechern ist in der wunderbar altmodischen gastronomischen Insel ebenso tabu wie modischer Firlefanz. Roths innovativer Stellvertreter Christian Heiss bildet die ideale Ergänzung zu seinem Chef. Er hat sich unter anderem als Organisator des alpinen Barfestivals Liquid Mountain im Südtirol einen Namen geschaffen.
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Onyx Bar
Die Onyx Bar im noblen Hotel Park Hyatt bildet zusammen mit der Kronenhalle und dem Widder die Top 3 der Stadt. Am Wochenende ist es leider sehr schwierig, einen Sitzplatz zu ergattern. An ruhigeren Tagen lohnt es sich, am Tresen aus leuchtendem Onyx Platz zu nehmen und dem jungen Berliner Bartender Tom Schulze bei der Arbeit zuzusehen. Wer nicht auf die Karte schauen will, bekommt von ihm mit ein paar Grundinformationen den passenden Drink. Das Angebot an Speisen ist bescheiden, die Preise sind es leider nicht.
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Rive Gauche
Edles Holz und viel Marmor machen das Rive Gauche zur schönsten Bar der Stadt. Auch die zuvorkommende Belegschaft hinter der Theke versteht ihr Handwerk ausgezeichnet. Um zu den Top 3 aufzuschliessen, fehlt nur ein kleiner Barlöffel Konstanz. Wer vom Trinken hungrig wird, ist hier bestens aufgehoben: Unter der Woche sind die klassischen Gerichte von der Bar-Karte bis um 1 Uhr nachts erhältlich, am Freitag und Samstag sogar noch eine Stunde länger.
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Rosaly's
Das Rosaly's hinter dem berühmten Sternengrill am Bellevue ist der ideale Ort für Cocktail-Einsteiger. Der säuerlich-fruchtige Elchtest für 12 Franken schmeckt immer. Mutige halten sich an den legendären Tiefseetaucher, ein veritables Geschoss aus Rum (20 Franken). Statt Chips oder Erdnüssen gibts Popcorn aus dem Champagnerkübel zu den Drinks. Auch die Kalbsbratwurst mit Bürli vom Vorderen Sternen wird auf Wunsch besorgt.
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Terrasse
Das Terrasse ist an guten Tagen ein Volltreffer und an schwächeren dank seiner Architektur noch immer ein wunderbarer Ort zum Beobachten und Verweilen. Die Cocktailkarte gibt sich klassisch und überzeugt mit einer reichen Auswahl an alkoholfreien Alternativen. Die warmen Gerichte, die bis 23.30 Uhr serviert werden, sind solide. Sie verleiten aber nicht zu Luftsprüngen - auch wegen der gesalzenen Preise.
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Widder Bar
Barchef Markus Blattner hat das absbolute Gespür für die richtige Mischung eines Cocktails. Ob Klassiker oder Eigenkreation, Perfektion ist beim mehrfach ausgezeichneten Künstler garantiert. Blattner und seine Crew gebieten über rund 1000 Spirituosen, darunter 250 Single-Malt-Whiskys. Die Widder Bar ist natürlich nicht billig, aber absolut preiswert. Die sorgfältig zubereiten Gerichte von der Barkarte ergänzen das Getränkeangebot bestens. Besonders empfehlenswert: das Club Sandwich mit gebackenen Kartoffelkissen und die Rindsfilet-Ciabatta.
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1 KOMMENTARE
Jennifer Suter
Die Devi's Bar gegenüber des Bahnhof Wiedikon gehört absolut in diese Liste!
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