Un po’ di più
Von Daniel Böniger. Aktualisiert am 04.08.2009
| Adresse: | Werdstr. 66 8004 Zürich |
| Telefon: | 043 243 96 71 |
| Url: | http://www.ristorantelescale.com |
| Öffnungszeiten: | Mo-Fr 11-14 und 17.30-23 Uhr, Sa/So 17.30-23 Uhr. |
User-Rating
Profil
Preise
Moderat
Ambiente
Einfach/ungezwungen
Kriterien
Garten/Terrasse, Kreditkarten - Ja, Rollstuhlgängig - Nein
Restaurantarten
Restaurant
Restaurant-Küche
Italienisch, Pizzeria
Ein korrekter Salat, eine gute Pizza, ein süffiges Glas Rotwein - das erwarten wir in der Regel vom Besuch in der Pizzeria. Doch was hebt ein italienisches Teigfladenlokal vom Durchschnitt ab? Auf diese Frage lassen sich im neu eröffneten Le Scale einige gute Antworten finden.
Das Drumherum ist nicht ganz unwichtig: Im Le Scale bekommt der Gast einen Drink serviert, zum Salat abends warmes Pizzateig-Brot aufgetischt, und ein ordentliches Olivenöl gehört zum Gedeck. Das alles steht am Ende nicht auf der Rechnung, macht aber den Besuch in der Pizzeria schon um Längen überzeugender als vielerorts.
Selbstverständlich sind auch Freundlichkeit und Aufmerksamkeit des Services Säulen eines erfolgreichen Italieners. Zum guten Glück werden die Pizzalokale seltener, in denen Kellner wild gestikulieren und laut artikulieren, um Italianità zu verbreiten. Wichtiger ist doch, dass eine funktionierende Pfeffermühle und Olio piccante unaufgefordert zusammen mit der Pizza an den Tisch gebracht werden. Im Le Scale wirds so gemacht.
Natürlich müssen die Speisen schmecken. Das neue Lokal an der Werdstrasse überzeugt dank eines hausgemachten Polposalats mit feinen Rüeblistreifen. Positiv fällt auf, dass das Rindfleischcarpaccio nicht zu kalt aufgetragen wird; mit warmen Steinpilzen und einem Hauch Trüffelöl wird das dünn tranchierte Fleisch veredelt. Bloss war auf der Karte von richtigen Trüffeln die Rede - und die hätte man dann halt auch gern gesehen.
Die Fragen der Gäste ernst nehmen
Als Hauptspeisen kommen ordentliche frische Spaghetti mit Meeresfrüchten auf den Teller, dazu eine Pizza mit Gorgonzola und Parmaschinken. Nur fehlt den Schinkentranchen die weisse Fettschicht. Was der Gast bedauert, prägt das Fett doch das typisch nussige Aroma, und es zerschmilzt so schön auf dem Teigfladen. Der Gastgeber, Sinan Diler, geht der Sache nach - was auch nicht überall selbstverständlich ist. Die beiden italienischen Köche Alberto Potenza und Alessandro Lops erklären den Sachverhalt prompt: Beim verwendeten Stück handelt es sich um den Anschnitt des Rohschinkens, deswegen fehlt das Weisse.
Was im Le Scale geboten wird, ist im besten Sinne des Wortes preiswert. Und damit eben wesentlich mehr, als man es sich vielerorts gewohnt ist.
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