Tages-Anzeiger



Gastro Aktuell Ototo

auf reis gelegt

Von Daniel Böniger. Aktualisiert am 10.03.2010

Das 20-plätzige Ototo in Wipkingen überzeugt mit hervorragenden Nigiri-Sushi - aber auch die weiteren japanischen Spezialitäten lassen die Sonne aufgehen.

Köchin Mari Weibel-Otake vom Ototo beherrscht die Kunst, Maki-Sushi zu rollen.

Köchin Mari Weibel-Otake vom Ototo beherrscht die Kunst, Maki-Sushi zu rollen.
Bild: Sabina Bobst

Ototo

Adresse: Nordstrasse 199
8037 Zürich
Telefon: 044 350 08 08
Öffnungszeiten: Di-Fr 11-14 und 17-22 Uhr, Sa 17.30-22 Uhr

User-Rating


Profil

Preise

Moderat

Ambiente

Einfach/ungezwungen

Restaurantarten

Restaurant

Restaurant-Küche

Asiatisch, Japanisch, Sushi

«Ototo» ist japanische Kindersprache, es bedeutet «Fisch». Und selbstverständlich stehen auch im japanischen Restaurant in Wipkingen, das Ototo heisst, Fischzubereitungen im Zentrum: Den rund 20-plätzigen Betrieb führt das Ehepaar Mari und Wilfried Weibel-Otake, vor rund drei Wochen haben sie das Lokal eröffnet - es steckt also gewissermassen noch in den Kinderschuhen. Was in diesem Falle aber wahrlich nichts Schlechtes zu bedeuten hat.

Schon die als Einstieg bestellte Misosuppe schmeckt tadellos. Und während man sie schlürft, kann man beobachten, wie Mari Weibel-Otake von Hand mit einem grossen Messer das Thunfisch-Tatar zuschneidet. Kaum verwunderlich, dass auch diese Vorspeise - nicht zuletzt wegen ein paar vorsichtig eingesetzten Tropfen Sesamöl - zu begeistern vermag.

Eine regelrechte Entdeckung ist danach gemischtes Tempura. Im Teig aus Wasser, Mehl und Eigelb wurden verschiedene Gemüse und dazu Riesengarnelen ausgebacken. Dass nur zwei statt wie in der Karte versprochen drei Scampi auf dem Teller landen, verzeiht man angesichts ihrer imposanten Grösse.

«Meine Frau arbeitete vorher in verschiedenen japanischen Restaurants als Köchin», erzählt Wilfried Weibel. Schon seit längerem wollte sie sich selbstständig machen; mehrere Lokale habe sie sich angeschaut: «Hier in Wipkingen, im vormaligen Anthony’s Kitchen, war die Grösse des Speiseraums ideal», sagt Weibel.

Heiss: Schwarze Sesamglace

Was wäre ein japanisches Restaurant ohne Sushi? Im Ototo sind sie gelungen: Köchin Mari Weibel beherrscht die grosse Kunst, den Reis für die belegten Nigiri so zuzubereiten, dass er zwar zusammenhält, aber nicht klebrig wirkt. Auf den zeigefingerdicken Köstlichkeiten liegen so grosszügige Fischtranchen, dass sie die weissen Körner komplett zudecken.

Dreierlei Glaces werden vom Ehepaar Weibel angeboten: Die Sorten Grüntee und Tonkabohnen dürfte man von anderen Japanern im Raum Zürich bereits kennen - eine echte Entdeckung ist dagegen die Sorte Schwarzer Sesam. Nicht zu süss, nicht zu klebrig. Eine Glace für Erwachsene halt.

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2 KOMMENTARE

Michael Weisskopf

star3

Zugegeben, die Tempura waren schlicht perfekt - aber man hätte sich vielleicht noch etwas mehr davon gewünscht. Die Maki-Sushi konnten den restlichen Leckereien nicht das Wasser reichen. Störend war die ziehende Kälte, wie auch andere Gäste bemerkten. Ohne Worte wurde die Türe wieder leicht geöffnet, nachdem sie ein Gast geschlossen hatte. Vielleicht im Sommer wieder einmal!


Jalscha Meisen

star4

Erfrischend chichi-freies Lokal, das an ein Quartier-Restaurant in Tokio erinnert. Die Sushi-Sets waren rundum gelungen, der Reis genau richtig gesäuert und der Fischbelag rustikal dicker geschnitten als sonst hierzulande üblich. Auch die warmen Gerichte sind aamächelig und authentisch. Das alles gekrönt von herzlichem Service und moderaten Preisen. Wir kommen wieder.



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