Zum Wohl
Von Alexander Kühn. Aktualisiert am 31.08.2011
Bierinfos
Amboss Amber
Preis: 2.80 Franken (33 cl).
Schmeckt: Malzbetont, vollmundig und geschmeidig.
Kommt aus: Kreis 5.
Kaufen: LUltimo Bacio, Wipkingen zum Beispiel.
Infos: www.amboss.ch
Fluglärmbier
Preis: 1.90 Franken (33 cl).
Schmeckt: Leicht, erfrischend und trotzdem aromatisch. Kommt aus: Schwamendingen.
Kaufen: Bei Luigi Barci Lebensmittel an der Luegislandstrasse 334.
Infos: www.schwamendinger-bier.ch
Bier Paul 01
Preis: 1.50 Franken (33 cl).
Schmeckt: Frisch, herb und vollmundig.
Kommt aus: Wiedikon.
Kaufen: Brauereiladen an der Idastrasse 28 zum Beispiel. Infos: www.bierpaul.ch
Turbinenbräu Goldsprint
Preis: 2.40 Franken (33 cl).
Schmeckt: Leicht hopfig und süffig.
Kommt aus: Altstetten.
Kaufen: Drinks of the World im Hauptbahnhof zum Beispiel.
Infos: www.turbinenbraeu.ch
Goldküstenbräu
Preis: 3.90 Franken (33 cl).
Schmeckt: Mild, reich an Malz- und Hopfenaromen.
Kommt aus: Uster.
Kaufen: Globus am Bellevue zum Beispiel.
Infos: www.braukultur.ch
Hirnibräu
Preis: 7.50 Franken (75 cl).
Schmeckt: Mild und sehr aromatisch.
Kommt aus: Höngg.
Kaufen: Direkt beim Braumeister via Internet, bis Ende Jahr ausverkauft.
Infos: www.hirnibraeu.ch
S Bier
Preis: 2.80 Franken (33 cl).
Schmeckt: Süffig.
Kommt aus: Seefeld.
Kaufen: Jeweils am Sa von 10.30 bis 12.30 Uhr in der Brauerei an der Flühgasse 8.
Infos: www.sbier.ch
Der Erzbierschof hat das Wort
Die Deutschen mögen mit Benedikt XVI. den Papst haben, den einzigen Erzbierschof aber stellt die Schweiz. Anton Flükiger heisst der Mann mit zivilem Namen, und Bier ist seine grosse Passion. Flükiger gilt bis über die Landesgrenzen hinaus als Kapazität, wenn es um Hopfen und Malz geht, sein Wissen gibt er in privaten Kursen an Interessierte weiter und ab Herbst auch im Rahmen der Ausbildung zum Bier-Sommelier, die der Schweizer Brauereiverband ins Leben gerufen hat. «Ein gutes Bier», so sagt Flükiger, «ist eines, das ausgewogen daherkommt und bei dem man nach jedem Schluck Lust auf mehr hat.» Viel enger will er die Definition aber nicht fassen. Schliesslich gehe es ja auch darum, ein bestimmtes Bier zum richtigen Zeitpunkt zu trinken: «An einem Sommernachmittag sind die Präferenzen anders als an einem Winterabend.»
Das Bier, das in und um Zürich gebraut wird, kommt im Urteil des Erzbierschofs, der seinen Sitz im bernischen Liebefeld hat, ausgezeichnet weg. «Die Qualität ist sehr gut. Diese Produkte treffen den Geschmack der Leute», sagt er. Allen, die sich mit dem Gedanken tragen, selbst ein Bier zu brauen und den Zürcher Markt weiter zu bereichern, macht Flükiger Mut: «Wenn man eine sensorische Begabung hat, lässt sich das Bierbrauerhandwerk ohne grosse Mühe erlernen. Ein Genussmensch lernt sehr schnell.» Er selbst sei nicht schon immer ein Bierexperte gewesen, sondern habe sich zwischen 20 und 30 mit Wein beschäftigt, zwischen 30 und 40 mit Whiskey und erst im fünften Jahrzehnt seines Lebens mit Bier.
So gern Flükiger mit einem erfrischenden Zürcher Bier seinen Durst löscht, so sehr fasziniert es ihn auch, immer wieder neue Bierkreationen zu entdecken. «Das ist meine Leidenschaft», sagt er. Zu seinen Lieblingen gehört finnisches Sahti-Bier. Dieses wird in kleinen Dörfern hoch im Norden nach einem mittelalterlichen Rezept gebraut. Da es nicht gesiebt, sondern mithilfe von Wacholderbeeren geklärt wird, erinnert sein Aroma an die kleinen schwarzen Beeren. Auch dunkles belgisches Bier, das süsser ist und über mehr Malzkörper verfügt als ein Zürcher Helles, hat es dem Erzbierschof angetan. Er trinkt es nicht nur, sondern verwendet es darüber hinaus zum Kochen. Sein Tipp: Gewürze in den Gerstensaft geben, bis sie darin ihre Aromen lösen und damit ein Poulet während des Bratens im Ofen immer wieder bestreichen.Der erste Bier-Sommelier-Kurs, der im Oktober beginnt, ist bereits ausgebucht. Für den zweiten (25. Februar 2012) sind noch Plätze verfügbar. Anmeldungen über Gastrosuisse und den Schweizer Bierbrauerverband. Die Absolventen werden in der Lage sein, Biersorten zu unterscheiden und zu beschreiben sowie Gäste zum Thema Bier zu beraten und ihnen den Brauprozess zu erklären.
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15 KOMMENTARE
Was leider viele Konsumenten nicht wissen, ist, dass die meisten 'Zürcher' Biere gar nicht in Zürich abgefüllt werden. Ein wichtiger Faktor in Bezug auf zürichness und auch ökologischen Kriterien. Meines Wissens stammt einzig das EUELBRÄU aus Winterthur zu 100% aus der gleichnamigen Brauerei. Will heissen: Hopfen aus dem eigenen Garten, Gerste vom Bauern nebenan, Winterthurer Wasser, Abfüllanlage in der Brauerei, Flaschen werden über dem Gleis in einem Behindertenwerk gewaschen und sind nur mit Dépot zu haben ... ein besseres und ökologischeres und auch ehrlicheres Zürcher Bier kenne ich nicht. Oder um es mit der aktuellen Winterthurer Werbekampagne zu sagen: Das beste Zürcher Bier kommt aus Winterthur. Prost!
Aus dem ZüriOberland kommt noch das feine Punt - Bier, aus Illau, ich mag es :-)
Peinlich: es sind sogar 3, die nicht in Kanton ZH produziert werden: - Goldküstenbräu ist immer noch bei Aare Bier gebraut - Bier Paul in Aargau - Amboss durch Baar (ZG) Und sogar Schwamendinger, das vermutlich bei Stadtbühl (Gossau) produziert wird. Wieso muss dich jedesmal gesagt werden ? Und wieso werden nicht andere, teilweise viel interessantere Brauereien (wie z.B. Sudwerk oder Brüll!Bier) erwähnt ??
@J. Farrell: Hier rumstänkern, sich selbst bemitleiden aber unfähig auf der eigenen Homepage die Preise für Ihre Biere nicht offenlegen....
Aus dem Kanton ZH ist eines der besten Biere, das Piratenbier der Piratenpartei ... naturtrüb, herb aber nicht bitter... ^^
Schade, dass gleich die ersten beiden Referenten des "Schweizer Bier-Sommelier" Seminares aus der zur Carlsberg-Gruppe gehörenden Brauerei in Rheinfelden kommen. Sollte da das Zertifikat nicht auf "Dänischer..." lauten? Siehe http://www.gastrosuisse.ch/de/gastrosuisse/weiterbildung-training/intensivseminare/der-schweizer-bier-sommelier/?
Auch das Winterthurer Stadtguet ist sehr empfehlenswert. Proscht!
BRÜLL-Bier aus Tagelswangen isch de Hammer. Bin eher ein Weintrinker, aber diese Biere schmecken wirklich toll.
Besten Dank für diesen Artikel. Es ist wohltuend zu sehen, wie die Biervielfalt in der Schweiz immer wie grösser wird. Ich bin so froh, dass es immer mehr kleinste, kleinere und grössere Bierbrauereien gibt, die in der Brautechnik immer neue Nischen suchen und auch finden. Bitte macht weiter so! Spannend finde ich auch die teilweise regionalen Geschmacksunterschiede. Manchmal gelingen diese mehr oder weniger nach dem Geschmacks des Käufers. Aber Geschmack ist bekanntlicherweise eine subjektive Empfindung. Hauptsache, das Bier ist regional und kommt nicht aus den beiden Multi - Pfützenbrauereien deren Wille ein europäisches Einheitsbier ist. Es lebe die schweizerische Biervielfalt!
Schöne Übersicht, und schön, dass es die alle gibt. Was ist mit Wädi-Brau - ist das nicht in der gleichen Liga?
In der Schweiz gibt es mehr als 08:15 Lager. Wir verstehen es nicht warum ausgerechnet diese Liste wurde verkostet. Einem davon ist gar nicht im Kanton Zürich gebraut, mindestens 2 sind Hobbybrauer mit zu wenig Produktion davon zu leben, einem war schon mal Konkurs. Hingegen, bei uns wird 100% gebraut, abgefüllt, verpackt im Kanton Zürich und danach Schweizweit verkauft, zwar in 220 COOP Läden in der Schweiz. Ich hoffe das nächstes Mal werden wir auch angefragt. : ) Sudwerk Brauerei, Pfäffikon.
Ein Turbinenbräu Goldsprint kostet lediglich 1.15 Franken (Siehe Website www.turbinenbraeu.ch) Dieser verhältnismässig niedriege Preis macht dieses Bier auch zu einer echten Alternative zu den pseudoschweizerischen ausländischen Massenbieren.
finde ich schlicht und einfach supper >> ich mag die einheitstunke aus rheinfelden nicht >> auch wenn sie sich hinter den traditionellen aufgekauften markennamen verstecken >> zudem enthalten diese rheinfelder"biere" sehr oft noch konservierungsmittel welch mir auch bei mässigem konsum ( 2 flaschen) kopfweh machen >> erinnert sich noch jemand an das zetermordio von HEINEKEN gegen die kleine brauerei aus engelberg, die ihr bier keinecken nennen wollten >> da schoss ein multi auf spatzen >> leider darf ich hier nich zum B..... gegen XY auffordern, sonst würde dieser kommentar nich publiziert im tagi 31.08. 2009 Mit 1200 Flaschen Bier gegen Goliath Heineken Zum Jahrestag der Übernahme des Luzerner Biers Eichhof durch Heineken hat ein Engelberger Verein ......
Goldsprint kostet ab Rampe CHF 1.15 die Flasche, bei Intercomestibles CHF 1.50. Woher kommen da die CHF 2.40? Bei anderen Produzenten wurde wohl der Rampenpreis angegeben - Bier Paul kostet z.B. bei Intercomestibles CHF 1.70. Turbinenbräu scheint somit zu teuer - bitte korrigieren!



