Neuer Club: Encore
Von Silvio Biasotto. Aktualisiert am 08.09.2010
Edel präsentiert sich der neue Club im Seefeld: Denn das Interieur stammt von Designer Matteo Leoni, der unter anderem die Privatresidenz von Dolce & Gabbana in Portofino eingerichtet hat. Ausgeschlossen soll sich im Encore aber niemand fühlen, betont Geschäftsführer Raphael Nogara: «Wir versuchen, Welten zusammenzubringen. Leute querdurch sollen sich in unserem Club tummeln.» Wie das gehen soll? «Mit einer lustigen Mischung von Persönlichkeiten als Veranstalter», erklärt Nogara. So wird der renommierte Gastronom Marco Giuliani vom Antiquario, in dessen Restaurant auch mal VIPs wie Sepp Blatter oder Stress zu Tisch sitzen, ebenso einen Abend gestalten wie House-DJ Andrew, Radio-24-DJ Pea Weber oder Rainer Kuhn, Macher des Magazins Kult.ch.
Mit dem breiten Angebot glaubt Nogara - bekannt durch Partyreihen wie Vanity im Kaufleuten -, einen Trend zu bedienen. Da ist auch Platz für undergroundigere Töne: Die Serie «Mattschwarz» bringt dunkle Minimal-Klänge ins schicke Ambiente des Encore. «Wir beobachten, dass das Publikum, das für gewöhnlich in den etwas nobleren Lokalen verkehrt, auch mal in szenige Clubs wie das Hive geht, allein der Musik wegen.»
Einen Spagat vollzieht das Encore auch beim Kundenangebot. Members etwa können die Autoschlüssel direkt am Eingang abgeben; ihr Wagen wird parkiert und auf Wunsch innen gereinigt. Für Mitglieder, die zu viel gefeiert haben, gibts auch einen Chauffeurdienst. Akzeptiert werden aber nur genau 99 Members, «nicht mehr und nicht weniger».
Ein Star-DJ zum Auftakt
Damit will der Club, an dem auch Universal-Chef Ivo Sacchi beteiligt ist, die angestrebte Durchmischung möglich machen. «Wir stellen keine künstlichen Barrieren auf und werden uns nicht übers Preisniveau definieren, obwohl wir das von der Aura her ausstrahlen», beteuert Nogara. Schliesslich definiere sich Spass nicht dadurch, dass etwas teuer sei. «Man amüsiert sich oder amüsiert sich nicht.» Die Eintrittspreise von 25 bis 30 Franken an Wochenenden bewegen sich im stadtüblichen Rahmen; am Donnerstag wird der Einlass in der Regel gar gratis sein.
Die angestrebte Versöhnung von Gegensätzen vereint auch der Eröffnungsgast Dan Healey in sich. Der Londoner House-DJ spielt in seiner Heimatstadt sowohl in angesagten Trendclubs wie Fabric als auch in exklusiven Memberclubs wie dem Maddox und an Privatpartys von Stars wie Jay-Z.
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2 KOMMENTARE
Klingt sehr elitär und schickimicki. Kann mein Auto auch selber putzen, dafür gehe ich nicht in den Ausgang. 25-30 Stutz ist stadtüblich ? naja... Wer denn da hin muss, der soll
Wie viele Klubs gab es eigentlich schon an der Kreuzstrasse 24? Der einzige an den ich mich wirklich gut und gerne erinnern kann, war das legendäre «Luv». Davor hat doch der Sohn von Waloo Lüond mit dem «Oliver's» sein Glück versucht. Nach dem Luv hiess das Lokal dann glaube ich «Herb». Wie viele Namen und Besitzer hatte diese Lokalität schon? Viel Glück dem neuen Klub. Encore un fois!




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