Fingerfertig
Von Yann Cherix. Aktualisiert am 05.01.2012
Am Anfang war Hip-Hop. Wie sein enger Freund Mr. Oizo («Flat Eric») wandte sich der B-Boy Feadz aber im Lauf der Jahre vermehrt dem House zu. Die musikalischen Wurzeln sind in Feadz’ clever verschachtelten Stücken aber noch immer rauszuhören: Die Bassdrum ist vielteilig, die fette Snare immer auf die Eins gespielt, die Filter zahlreich. So ergibt das einen Sound, den man gerne unter dem Namen French-House zusammenfasst. Prägend ist dabei vor allem das Pariser Label Ed Banger. Pedro Winter, Kopf des ambitionierten Musikerverbundes, war es auch, der Feadz ganz gross rausbrachte. Dessen simpler Beat, dazu die schnoddrig gerappten Worte von Feadz’ Freundin wurden kurz nach 2000 zu einem veritablen Clubhit und damit zu einem Kassenschlager für Ed Banger. Das Projekt Uffie war geboren und führte das junge, musizierende Paar bis in die USA. Daneben mauserte sich der Franzose aber auch als umtriebiger Remixer (Boyze Noize, Justice) des europäischen Electro-Adels. Heute gehört Feadz zu den wichtigsten Künstlern von Ed Banger, treibt den französischen House weiter Richtung Fröhlichkeit und zeichnet sich durch besondere Fingerfertigkeiten im Umgang mit Vinyl aus. Als ehemaliger Hip-Hopper gehört dies zum guten Ton. Gelernt ist gelernt.
Samstag, 7.1.12., Exil.
Eintritt 25 Franken
FEADZ - COLD AS FEADZ:





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