Direkt und vulgär
Aktualisiert am 05.01.2012
Temple of Speed ist der Zusammenschluss der beiden Zürcher Rapper Skor und Tinguely de Chnächt und dem Produzenten Sterneis. Der erste Teil der als Reihe geplanten Veröffentlichungen erschien im letzten Sommer – beinahe unbemerkt von Publikum und Kritik -, der zweite am 6. Januar. Zu hören gibt’s auf beiden Alben Rap auf Schweizer Topniveau. Beharrlich pumpen die souligen Beats des Zürcher Produzenten-Urgesteins Sterneis, während Skor und Tinguely mit lautstarker Hilfe von Routinier EKR starke Worte finden für das Leben in Zürich, die Liebe oder unliebsame Zeitgenossen.
Das knallt rein, auch wenn sich die Protagonisten nur eine Woche Zeit gaben um die Texte zu schreiben und alles an nur einem Tag im Studio aufnahmen. Ob sich das auch verkaufen lässt, ist fraglich. Unverhohlen werden hier Sexualpraktiken beschrieben, Gegner gedisst oder es wird mit Kraftwörtern operiert. Aber das gehört zum Rap, und so lange wir es nicht verstehen – wie es hierzulande bei einem Grossteil des Hip Hops aus den USA der Fall sein dürfte - stört es auch niemanden. Trotzdem: Mit dem Album wird nichts weniger als der Zürislang reanimiert. Direkt, dreckig, kraftvoll, vulgär - und polarisierend. (dsa)
Der Züritipp verlost fünf neue Alben von Temple of Speed. Schreiben Sie eine Mail mit dem Betreff Temple of Speed an zueritipp@newsnet.ch.
Trailer:





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