Wilde Idylle
Aktualisiert am 27.04.2011
Wer als Kind «Ferien auf Saltkrokan» von Olle Hellbom gesehen hat, träumt sein Leben lang in den leicht dreckigen Pastellfarben von Sommertagen im Norden und hört dazu die bisweilen schrillen Töne des Soundtracks. Dabei zeigt der aus der gleichnamigen vierteiligen TV-Serie entstandene Spielfilm alles andere als ein Postkartenidyll, wenn er vom grenzenlosen Spiel in der Natur erzählt, das die Kinder des verwitweten und etwas schussligen Schriftstellers Melcher Melcherson auf der fiktiven Schäreninsel erleben dürfen. Unvergesslich sind vor allem die nase-weise kleine Inselbewohnerin Tjorven, die Seemannsknoten beherrscht wie ein alter Matrose, und ihr treuer vierbeiniger Begleiter Bootsmann, ein riesiges Viech von Bernhardiner.
Astrid Lindgren war eine der ersten Kinderbuchautorinnen, die den Medienverbund rund um ihre Bücher im Griff hatte. Bei «Ferien auf Saltkrokan» fing alles mit der Fernsehserie an, die 1964 nach einem Drehbuch Lindgrens entstand. Der folgende gleichnamige Roman reichte dann aber nie an die wilde Schönheit des Inseltraums im Film heran. (loe)
Ab 6 Jahren. Mittwoch 4.5, 14.30. Weitere Vorstellungen: 11.5., 18.5., 25.5., 1.6.



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