Tages-Anzeiger



Kino Aktuell Intouchables

Harmonie

Von Julia Marx. Aktualisiert am 18.01.2012

Der gelähmte Reiche und der schlaue Schwarze: Die Buddy-Komödie sprengt in Frankreich sämtliche Rekorde.

Gut unterwegs: Omar Sy (links) und François Cluzet.

Gut unterwegs: Omar Sy (links) und François Cluzet.

Intouchables

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Philippe (François Cluzet), steinreich, aber seit einem Unfall vom Hals abwärts gelähmt, sucht einen neuen Pfleger. Driss (Omar Sy), ein afrikanischer Kleinkrimineller aus der Banlieue, taucht nur in Philippes Pariser Palais auf, um einen Stempel für die Arbeitslosenhilfe zu kriegen. Beeindruckt von Driss’ Mangel an Betroffenheitsgedöns, engagiert ihn Philippe vom Fleck weg. Eine wunderbare Freundschaft beginnt.

Warum hat diese simple Wohlfühlkomödie in Frankreich bisher 16 Millionen Zuschauer angelockt und ist zum dritterfolgreichsten Film aller Zeiten avanciert? Dazu fünf Vermutungen:

1. Cluzet sieht aus wie Dustin Hoffman, spricht aber viel besser Französisch. 2. Fernsehkomiker Omar Sy sieht zwar nicht aus wie Obama, kann aber viel lustiger tanzen. 3. Die Buddy-Komödie um den gelähmten Aristokraten, dem ein grossmäuliger Underdog Lebensfreude und das Kiffen beibringt, darf formelhaft sein, weil sie auf einer wahren Begebenheit beruht. 4. Sie führt einer sozial zerklüfteten Gesellschaft ein Wunschbild vor, in dem Oben und Unten, Arm und Reich, Weiss und Schwarz bestens harmonieren, ohne dabei die klassische Herr-Knecht-Beziehung aufzugeben. 5. Es kommen keine Araber darin vor (warum das bemerkenswert ist, wird kurz vor dem Abspann gezeigt).

Intouchables

Regie:Olivier Nakache, Eric Toledano
Produktion:France 2011; 112 min.
Genre:Comedy, Drama
Erstaufführung:19.01.2012
Darsteller:François Cluzet, Omar Sy, Anne Le Ny, Audrey Fleurot, Clotilde Mollet

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