Tages-Anzeiger



Kino Aktuell This Means War

Mission Traumfrau

Von Jerôme Stern. Aktualisiert am 29.02.2012

Zwei befreundete Geheimagenten werden zu erbitterten Gegnern – wegen einer Frau. Aber die wird eben von Reese Witherspoon gespielt.

Wem gehört hier welches Bein? Und überhaupt: Wer greift da wohin?

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This Means War

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FDR (Chris Pine) und Tuck (Tom Hardy) sind beste Freunde; als Geheimagenten erledigen sie alle ihre Missionen gemeinsam. Bei der Aufgabe, seine Traumfrau zu finden, ist allerdings jeder auf sich gestellt. Wie es der Zufall und das Drehbuch so wollen, verlieben sie sich dann beide ausgerechnet in dieselbe Frau: Lauren (Reese Witherspoon).

In dieser überraschenden Situation werden aus den dicken Freunden eifersüchtige Konkurrenten. Jetzt benutzen sie ihre Spitzelsatelliten und andere hochsensible überwachungstechnische Geräte, um einander auszustechen.

Nach einem Tête-à-Tête mit Lauren lädt FDR die Angebetete zu sich nach Hause ein: Kerzenlicht und Soulmusik verbreiten romantische Stimmung. Man macht es sich auf dem Sofa gemütlich. Doch weil Tuck mit einem Betäubungsgewehr auf der Lauer liegt, wird aus dem erträumten erotischen Abend traumloser Tiefschlaf. Im Gegenzug vermiest der Geprellte seinem Konkurrenten den zweisamen Abend mit Lauren, indem er dessen Wohnung flutet.

Doch müssen die beiden liebeskranken Agenten ja auch noch arbeiten, das heisst, die Welt von Schurken befreien. Mit Heinrich (Til Schweiger) kommt ein ziemlich beschränktes Exemplar dieser Gattung ins Spiel. Man muss hier für Schweiger Verständnis und Mitleid aufbringen. Die Rolle des deutschen Bösewichts ist dermassen plump angelegt, dass kein Schauspieler dieser Welt die Aufgabe besser hätte erledigen können, ausgenommen vielleicht Rowan Atkinson alias Mr. Bean.

Dafür sind Angela Bassett als CIA-Chefin und Chelsea Handler als Laurens beste Freundin Trish umso überzeugender. Besonders reizvoll ist dabei die Szene, in welcher Trish der unentschlossenen Lauren einen Vorschlag macht: Als Geste aufopfernder Freundschaft sei sie bereit, mit beiden Kandidaten zu schlafen, um deren Potenz zu testen. Zu Trishs Überraschung lehnt Lauren das Angebot dankend ab.

Ähnlich wie in «Mr. and Mrs. Smith» wird auch hier mit Agentenklischees gespielt, wobei Sprengstoff und Munition aber wesentlich sparsamer eingesetzt werden. Die Gags zünden trotzdem, und die Hauptrollen sind perfekt besetzt: Witherspoon ist bezaubernd, während Pine («Unstoppable») und Hardy («Inception») ihre Rollen als Super-Machos sichtlich geniessen. Und endlich wissen wir jetzt, dass auch Geheimagenten ihre Dates im Internet suchen. Der Genre-Mix von Thriller und Komödie ist unterhaltsam und witzig – Regisseur McG («Charlie’s Angels») hat seine Mission erfüllt.

This Means War

Regie:McG
Produktion:USA 2012; 94 min.
Genre:Action, Comedy, Romance
Erstaufführung:01.03.2012
Darsteller:Reese Witherspoon, Chris Pine, Tom Hardy, Til Schweiger, Chelsea Handler

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