Tages-Anzeiger



Kunst «erobert» die Stadt

Aktualisiert am 22.08.2011

Die Ausstellung «Going Public» der Barbarian Art Gallery zeigt die Ausweitung der Kunstzone mit Klebeband-Mustern und roten Wollknäuel-Kokons.

Mit solchen Klebeband-Mustern werden Schaufenster im Enge-Quartier tapeziert: «Going Public».

Mit solchen Klebeband-Mustern werden Schaufenster im Enge-Quartier tapeziert: «Going Public».


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Wer im August und September im Zürcher Enge-Quartier plötzlich Schaufenster mit geometrischen Klebeband-Mustern sieht oder rote Wollknäuel-Kokons in den Bäumen, der ist den urbanen Aktionen und Interventionen von Künstlern begegnet.

Kunst und Betriebsamkeit im öffentlichen Raum liegen momentan im Trend. Sie hinterlassen Spuren in der Stadt, aber auch in der Wahrnehmung. So wird das Zürcher Enge-Quartier diesen Sommer künstlerisch unter die Fittiche genommen, und zwar von der Barbarian Art Gallery mit der Ausstellung «Going Public».

Unter diesem Namen zeigt die Galerie «die Ausweitung der Kunstzone mit Blick auf Nischen, Ecken und Zwischenräume in der Stadt», so Kurator Paolo Bianchi. Der ZHdK-Dozent und Kunstkritiker hat sechs in der Schweiz lebende Künstler ausgesucht, die ihre Werke sowohl im Galerie- wie auch im Stadtraum ausstellen: Anne Lorenz, Andres Bosshard, Marion Strunk, Maurice Maggi, Alex Dorici und Jso Maeder.

Die Ausstellung «Going Public» zeigt die Stadt als einen offenen Aktionsraum, als kreative Bühne, aber auch die Stadt als Medium der Kunstmanifestation.

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