Bling-Burger
Von Jan Graber. Aktualisiert am 29.02.2012
| Adresse: | Löwenstrasse 2 8001 Zürich |
| Telefon: | 044 500 01 00 |
| Url: | http://www.vior.ch |
| Öffnungszeiten: | Di-Fr 10-2 Uhr, Sa 10 Uhr-So 8 Uhr durchgehend. |
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Profil
Preise
Nicht ganz billig
Ambiente
Einfach/ungezwungen
Kriterien
In-Lokal
Restaurantarten
Restaurant
Restaurant-Küche
Burger/Fries
Die Überraschung kommt mit der Vorspeise. Nicht nur würzt eine perfekt abgerundete Salatsauce den frischen Blattsalat und das Avocado-Ragout, während vier auf den Punkt gegarte, kräuterige Riesencrevetten einen kulinarischen Reigen darum aufführen, geadelt wird der Teller zusätzlich mit zwei gebackenen und mit Wasabi bestrichenen Käsecrackern – sehr gelungen. Überraschend auch deshalb, weil man diese Finesse von einem Nachtklub, der auch ein Burger- und Sushirestaurant betreibt, nicht erwarten würde.
Das ultrastylishe Interieur mit schwarzen Wänden und schweren, genieteten Ledersofas und -sesseln vermittelt knallharte Coolness, lädt eher zum Kaffeetrinken und Clubbing ein als zum Essen – und die zwei Fumoirs sprechen wohl eher Geniesser flüchtigerer Stoffe an. Provinziell-kitschig wirken die silbernen Lampen, die dem Club wohl einen Bling-Bling-Faktor verleihen sollten.
Das echte Highlight kommt hingegen von hinter den Kulissen: aus der Werkstätte des Chefkochs Norman Liebenau. Die täglich frisch hergestellten Hamburger gibt es in zahlreichen Varianten, unter anderem als «Jack Daniel’s BBQ Burger» (32 Fr.), mit karamellisierten Zwiebeln, getrockneten Tomaten und feiner BBQ-Sauce. Ein Genuss auch der «Black Truffels Cheese Burger» (38 Fr.), dessen hauchfeines Trüffelaroma jedoch im Geschmackspotpourri von Balsamico-Zwiebeln und Gruyèrekäse etwas untergeht. Das Brot wird von der Bäckerei Kleiner extra für Vior hergestellt – nach den Vorstellungen der Betreiber.
Was uns zu den Leuten hinter dem Nachtclub bringt: Als Gastgeber fungiert das Jay Anderson Management, das an derselben Adresse während acht Jahren die Sugarlounge geführt hat. Nach dem Hinzumieten zusätzlicher Räume habe man sich für einen Totalumbau entschieden, erklärt Jay Anderson auf Nachfrage nach unserem Testessen.
Zur Frage, wieso die Preise der Speisen so gesalzen ausgefallen sind – die eingangs erwähnte Vorspeise erleichtert die Brieftasche nämlich um stolze 25 Franken – sagt Anderson: «Wir legen Wert auf Qualität.» Und: «Für das Hamburgerfleisch verwenden wir Angus Beef aus Schweizer Produktion.» Zudem werde das Sushi dreimal täglich geliefert – nicht zuletzt, weil dieses so lange wie vorrätig die ganze Nacht bestellt werden kann. Die Hamburgerküche macht hingegen um 22 Uhr dicht.
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3 KOMMENTARE
Geht gar nicht. Kann man getrost auslassen. Teuer, unfreundlich und unprofessionell in der Bedienung und das Essen war also für das was versprochen wird echt mittelmässig.
"Qualität", die Lieblingsausrede hiesiger Gastronomen für überrissene Preise. Gute Qualität gibts auch anderswo und zwar weit günstiger. Darüber hinaus wäre es schön, auch mal die Wahl zu haben: Will ich teure "Qualität" oder gebe ich mich zu normalen Preisen auch mit normalen Produkten zufrieden?



