Währschaft und verwegen
Von Michael Lütscher. Aktualisiert am 15.02.2012
| Adresse: | Kanzleistrasse 103 8004 Zürich |
| Telefon: | 078 717 77 77 |
| Url: | http://www.ristorante-labaracca.ch |
| Öffnungszeiten: | Mo – Fr 11.30 –14 und 17.30 – 24 Uhr, Sa 17.30 – 24 Uhr |
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Profil
Preise
Moderat
Ambiente
Einfach/ungezwungen
Restaurantarten
Restaurant
Restaurant-Küche
Italienisch
Massimo Bonzi, der Wirt, hat früher im Don Leone gearbeitet, dieser stets brechend vollen Pizzeria-Vinothek an der Bäckerstrasse (mit mittlerweile zwei Filialen). Und das sieht man seiner Baracca an: Weinkisten stapeln sich, das Weinangebot ist mit Kreide auf Wandtafeln festgehalten. Mit seinem Spitzbart und einem um den Kopf gebundenen Tuch strahlt Bonzi eine gewisse Verwegenheit aus – die auch in der Karte zum Ausdruck kommt. In wilder Handschrift stehen da Dinge wie: Salsiccia al peperoncino alla griglia oder eine Pizza Colesterolo mit Wurst, Pancetta, Gorgonzola und Taleggio. Und Spezialität des Tages ist bei unserem Besuch ein Spanferkel. Wo gibt es das schon in Zürich? «Ich will andere Gerichte anbieten als sie in italienischen Restaurants in Zürich üblich sind», sagt Bonzi, der in der Emiglia-Romagna aufgewachsen ist.
Am Nebentisch teilen sich drei Männer zum Apéro eine Platte mit diversen Sorten Aufschnitt und Käse. Wir genehmigen uns schmackhaftes italienisches Bier, Menabrea aus dem Piemont, das es in den Ausführungen Blond (5 Fr.) und Amber (Fr. 5.50) gibt. Dazu bringt uns die Kellnerin je eine Bruschetta mit einem Hackfleischbällchen, nein, eher mit einem Ball. Im Baracca wird währschaft gekocht und in nicht zu kleinen Portionen serviert.
Der gemischte Salat, bestehend aus Fenchel, Eisberg, Rucola, Trevisano und weissen Bohnen, ist mit erstklassigem Olivenöl angerichtet und im Preis der Tagesspezialität inbegriffen. Die Salsiciotti piccanti con crostini al aglio, als Antipasto gedacht, kommen danach: Salat, darauf getoastetes Brot mit angebratenen Stücken einer Schweinswurst. Rustikal in Geschmack und Konsistenz – prima (Fr. 18.50). Sehr gut auch die Strozzapreti; sie sind al dente, werden an einer Sauce aus Tomaten und Lammfleischstücken serviert (Fr. 18.50). Dazu gibt es Brot – weisses und Foccacia-Stücke. Wir sind schon fast satt.
Aber es folgen noch die bestellten Hauptgänge: Die pikante Wurst vom Grill (Fr. 29.50) liegt in doppelter Ausführung auf dicken Scheiben Kartoffeln, die langsam im Olivenöl gegart wurden. Das Gericht macht Freude. Das gilt auch für das Spanferkel (Fr. 34.50), vor allem für dessen knusprige Haut.
Die Freude wäre noch grösser, würde das Essen heiss serviert. Und wäre das separat (und heiss) aufgetragene Gemüse – Peperonata sowie Catalogna an Sardellen und Peperoncini – gleichmässig gewürzt. Sehr zufrieden macht uns hingegen der Planeta Plumbago, ein Rotwein aus Nero d’Avola-Trauben (Fr. 7.50 / dl). Übrigens: Der Platz für den einzelnen Gast ist in der Baracca grosszügiger bemessen als im Don Leone.
Hauptgerichte 17.50 – 56.50 Franken
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6 KOMMENTARE
Genereller Eindruck: Vordergründig eine spezielle Einrichtung und Atmosphäre, jedoch nicht sehr sauber: schmutziges Besteck und Tisch. Es werden zu viele Plätze verkauft, man wird quasi dazu gedrängt, nach dem Essen aufzustehen und zu gehen. Riesengrosse Karte und eine kleine Küche. Wir hatten Vongole und wir hatten danach Magenbeschwerden. Der Teig der Ravioli war zu dick, der Annas Best Teig der Migros ist besser, die Füllung war eine undefinirbare, pampige Masse. Fleisch und Fisch waren OK. Insgesamt zu teuer für die Qualität, das Preis-/Liestungsverhältnis stimmt überhaupt nicht. Einmal und nie mehr. Es gbit viel bessere Italiener.
Wie P.schmid muss ich auch die enge Bestuhlung bemängeln, da ist beim 2. Besuch sofort klar, welche Tische die noch beste Bewegungsmöglichkeit bieten. Bei mir war das No-go, dass ich obwohl 1 Wo vorher reserviert und klar ausgedrückt hatte, keinen Tisch am Eingang und eingepfercht, genau den Schlimmsten zugeteilt bekam, neben dem Eingang und noch so hingestellt, dass am 4er-Tisch nur 2 sitzen könnten (und auch wenn sie höchstens schlanker Statur sind), die übrigen 2 könnten nur Kinder benutzen (es sei erwähnt, dass diese Plätze nur errreicht werden können, wenn die beiden anderen am Tisch aufstehen!!). Dass ich mich darum beschwert habe und einen anderen Tisch wünschte, rief bei der Kellnerin alles andere als ein Lächeln hervor
Essen ist super und die Bedienung ist sehr freundlich. Neu haben die auch noch ein Lokalbier, das Pfauenbier. Lokale welche Produkte aus der Region anbieten besuche ich immer etwas lieber. Wir kommen wieder und zum Abschluss wie immer: Ein Braulio!
Spanferkel gibt es in Zürich auch in anderen Restaurants, so etwa jeden Samstag im Restaurant Polo an der Überlandstrasse 327 im Kreis 12. S e h r empfehlenswert!



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