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Gastro Aktuell Blue Monkey Cocostin

Fumoirs: Tut es noch weh?

Von Daniel Böniger. Aktualisiert am 25.08.2010

Noch vor kurzem glaubten die Raucher, mit dem Zigi-Verbot sei ihre Zeit in Restaurants und Bars abgelaufen. Sie haben sich geirrt.

Kein Wohnzimmer, sondern ein elegantes Fumoir.

Kein Wohnzimmer, sondern ein elegantes Fumoir.

Blue Monkey Cocostin

Adresse: Stüssihofstatt 3
8001 Zürich

Liebe Raucherinnen und Raucher, ist das Qualmverbot in Restaurants, da es nun seit bald vier Monaten gilt, wirklich so tragisch? Seid ehrlich, ihr habt euch doch bereits daran gewöhnt.

Mit der Verbannung von Glimmstängeln aus öffentlichen Räumen ist ganz Zürich glücklich: Ich kenne viele Kneipengänger, die gemerkt haben, dass sie morgens nach extensivem Biergenuss keine Kopfschmerzen mehr haben. Ich kenne WG-Bewohner, die morgens um vier nach dem Club-Besuch neuerdings noch quietschfidel am Küchenfenster ein letztes Zigarettchen paffen. Und wie meinte Gastrounternehmer Rudi Bindella kürzlich in einem Interview? Die Gäste fühlten sich wohler, und seine Mitarbeiter seien zufriedener als früher. Ja, er nannte das Rauchverbot sogar «einen Segen».

Auch die unbelehrbarsten Paffer haben ihre Nischen gefunden: Sie stehen heute draussen vor den Bars und Restaurants, und es ist ihnen dabei so wohl wie dem Cabaret Rotstift damals am «Scharfe Egge» im «Samschtig-Jass». Gebt es doch zu, liebe Freundinnen und Freunde des Nikotins, ihr seid viel öfter an der frischen Luft als je zuvor! Und unter der Hand empfehlt ihr euch eh gegenseitig Beizen, in denen illegal und ungeniert weiter geschmaucht wird.

Erwähnt gehören an dieser Stelle auch Hotels und Restaurants, in denen Fumoirs entstanden sind. Sie laden Enthaltsame fast dazu ein, mit Rauchen anzufangen: Ich spreche von der Onyx Bar im Hyatt, von der Blue Monkey Bar im Dörfli oder der Bar im Palais X-tra - augenfällig, wie edel und gediegen die Rauchsalons dort eingerichtet sind.

Es ist, liebe Raucherinnen und Raucher, nun wirklich alles nicht so schlimm gekommen, wie ihr befürchtet habt - sondern einfach anders. Lasst das Klagen! Passen wir lieber auf, dass demnächst kein Gesetz gegen Schweissgeruch im Tram oder gegen Entenkot in der Limmat vors Volk kommt.

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1 KOMMENTARE

Yves R.

Sorry, aber was ist das für ein schlechter Bericht! Was erlaubt sich Daniel Böniger uns Rauchern zu unerstellen, dass wir jetzt mehr an der frischen Luft seien als jemals zuvor? Kennt Herr Böniger etwa alle Raucher der Schweiz? Einfach nur billiger, hetzerischer Journalismus. Ich kenne noch keinen, der wegen des Rauchverbotes das rauchen aufgegeben hat. Ja warum kein Gesetz gegen Schweissgeruch? Das stört mich auch unglaublich...



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