Frisch, lokal und exotisch
Von Michael Lütscher. Aktualisiert am 11.04.2012
| Adresse: | Luisenstrasse 43 8005 Zürich |
| Telefon: | 044 271 20 22 |
| Url: | http://www.royal-curry-bowl.ch |
| Öffnungszeiten: | Mo – Sa 11 – 22.30 Uhr, So 17 – 22.30 Uhr |
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Profil
Preise
Moderat
Ambiente
Einfach/ungezwungen
Restaurantarten
Restaurant
Restaurant-Küche
Indisch
«Mein Traum ist ein eigenes Restaurant.» Das sagte Ramaja Surendran vom populären Take-away India-Street-Food an der Langstrasse vor einem Jahr, als der «Züritipp» eine Reportage über «Little India», die vielen indischen und tamilischen Lokale im Kreis 5, machte. Jetzt hat Surendran, der aus Sri Lanka stammt, den Traum verwirklicht. Mit seiner Frau Inoka hat er jenes Lokal an der Ecke Luisen-/Heinrichstrasse übernommen, in dem jahrzehntelang spanisch gekocht wurde (Ribo, später El Parador).
Surendran, genannt Suresh, bereitet nun am Morgen in der Restaurantküche eine Reihe von Currys vor und disloziert dann in den nahen Take-away, während ein anderer Koch die Küche der Royal Curry Bowl übernimmt. Inoka Surendran wirkt derweil im neuen Restaurant als Gastgeberin.
Die Surendrans sind ein reizendes Paar – stets tragen die beiden ein Lachen im Gesicht. Sie kamen vor sieben Jahren in die Schweiz. Er ist hinduistischer Tamile, sie katholische Singhalesin. Das schlägt sich in der Vielfalt ihres Angebots nieder: Es gibt vegetarische Gerichte, wie man sie auf Sri Lanka und in Südindien isst, aber auch Kreationen mit Geflügel und Lamm sowie mit Rindfleisch.
Mittags und sonntags wird ein Buffet aufgestellt mit rund einem Dutzend Speisen (vegetarisch 12 Fr., mit Fleisch 15 Fr.). Bei unserem Besuch staunten wir über schmackhafte Currys aus saisonalen, einheimischen Gemüsen wie Weisskabis und Randen. Daneben gab es auch Exotisches: Bittermelonen, ausgehöhlt, in dünne Scheiben geschnitten und frittiert; sie sehen aus wie Zahnrädchen.
Abends isst man in der Royal Curry Bowl à la carte. Zur Wahl stehen Poulet-, Lamm- und Rindscurrys sowie die typischen tamilisch-südindischen Spezialitäten Dosai und Roti. Oder Kottu-Roti. Bestellt man dieses Gericht, geht in der Küche ein Geklapper los: Der Roti-Teig aus Vollkornmehl wird mit Eiern und in diesem Fall mit Frühlingszwiebeln und geschmortem Lammfleisch gehackt, dann gebraten. Das Resultat ist ein nahrhafter Eintopf, eine Art Spätzlipfanne, scharf abgeschmeckt mit Chili und frischem Koriander (18 Fr.).
Idiyappam, die Pfannkuchen aus dünnen Nudeln, die wie Vermicelles aussehen, stellt Frau Surendran mithilfe einer kleinen Maschine her. Idiyappam werden mit Currys kombiniert, in der vegetarischen Variante mit Dal und einer Mischung aus Tofu und Kichererbsen, sowie mit köstlichen geschmorten Auberginen (15 Fr.).
Nicht mehr erhältlich waren bei unserem abendlichen Besuch die Fischgerichte. Was schade war – jedoch auch ein gutes Zeichen für die Besucherfrequenz ist. Zum Schluss offerierte man uns eine tamilische Süssigkeit: einen sehr festen, mit vielen Eiern zubereiteten Caramelpudding, mit Kardamom gewürzt. Fein.
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1 KOMMENTARE
Ich finde es super, was Suresh bietet. India Street Food war/ist schon super als Take-Away, dass es jetzt noch ein schönes Restaurant dazu gibt freut mich. Ebenfalls schön für Zürich: Nicht versnobbed/verhipstert und überteuert, sondern einfach gemütlich, fein und preiswert. Und ja: Nachdem King's Kurry direkt neben dem India Street Food eine weitere Filiale geöffnet hat, ist klar wo meine Präferenzen in diesem David gegen Goliath Szenario liegen. Weiter so, Suresh!




