Tages-Anzeiger



Auslöffeln

Von Beat Brunner. Aktualisiert am 14.12.2009

An der Bäckerstrasse ist kürzlich eine kleine japanische Insel entstanden. Im Ooki gibt es nichts als Nudelsuppen - sie schmecken ausgezeichnet.

Hiroyuki Ooki kocht Suppen, die Gesamtkunstwerke sind.

Nicola Pitaro

Ooki

Adresse: Bäckerstr. 39
8004 Zürich
Telefon: 044 370 37 76
Url: http://www.ooki.ch
Öffnungszeiten: Mo-Sa 11.45-14.30 und 18-23.30 Uhr.

User-Rating


Profil

Preise

Günstig

Ambiente

Einfach/ungezwungen

Kriterien

Ganz Rauchfrei

Restaurantarten

Restaurant

Restaurant-Küche

Asiatisch, Japanisch, Suppen

In Tokio gibt es Tausende von Ramen-Shops, in denen ausschliesslich Nudelsuppen angeboten werden. So viele sind es in Zürich noch nicht, aber auch hier kommt das leichte Gericht immer mehr in Mode. Die Preise sind vielerorts hoch, oder die Qualität ist nicht über alle Zweifel erhaben. Beides will das Ende März eröffnete Ookioptimieren. Zudem ist das kleine Restaurant der erste Anbieter in Zürich, der sich voll und ganz auf japanische Nudelsuppen - sie werden wie die verwendeten Teigwaren Ramen genannt - spezialisiert hat. Andere Hauptgerichte werden nicht serviert.

Preiswert japanisch essen

«Wir wollten in Zürich einen Ort schaffen, an dem man authentisches japanisches Essen bekommt, ohne sich zu ruinieren», erklären die vier Teilhaber Hiroyuki Ooki, Stephan Brunner, Florian Eyerer und Andreas Penkov ihre Motivation. Mitten im Kreis 4 entstand eine kleine Insel, welche bereits sogar Japanerinnen und Japaner anlockt. Bei unserem Besuch sitzt beispielsweise der Küchenchef eines renommierten japanischen Restaurants am Nebentisch und schlürft seine Suppe. Der Raum ist schlicht eingerichtet und wird von einem schönen Riemenparkett geschmückt. Das Publikum wirkt urban und international.

Das Geheimnis für leckere Ramen ist der jeden Tag neu aufgesetzte Fond, dazu erstklassige Zutaten und die frische Zubereitung. Wichtig dabei ist der spezielle Nudelkocher, mit dem Hiroyuki Ooki die Ramen auf die Sekunde genau zubereitet. Bei der Qualität geht der Koch keine Kompromisse ein.

Gelungene Kompositionen

Bei unserem Besuch schaffen wir es, praktisch die ganze Karte durchzuprobieren: Als Einstieg eignen sich die selbst gemachten Gyoza ausgezeichnet, das sind Teigtaschen mit einer Füllung aus Fleisch und Kohl. Dazu trinken wir Bier, später kalten und warmen Sake. Während die Onigiri, Algenblätter mit Reis und verschiedenen Füllungen, für meinen Geschmack etwas trocken sind, gibt es an der Hauptspeise nichts auszusetzen. Aus der Auswahl von vier Nudelsuppen versuchen wir Miso- und Tonkotsu-Ramen. Die Suppen sind eine rundum gelungene Komposition, etwas leichter die erstere, etwas schmackhafter die zweitgenannte. Die Brühe unterscheidet die beiden Suppen, folgende Ingredienzien finden sich in beiden Varianten: ein halbes gekochtes Ei, Frühlingszwiebeln, eine Scheibe zartes Schweinefleisch und fein gehackter Ingwer. Zusammen mit den Nudeln bilden sie zweimal ein frisches, geschmacklich und ästhetisch überzeugendes Gesamtkunstwerk.

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4 KOMMENTARE

B E

star4

Superleckere Suppen! Beinahe alles Perfekt, nur wenn man etwas grösser ist, fühlt man sich leicht beengt auf den "Schulstüehli" - gehört aber wohl mit zum rundum passenden Konzept.


Claudia Meier

star5

authentisch, sorgfältig, fein!


Sabine Baumgartner

star4

Sehr leckere Suppen, grosse Portionen. Bei Hochbetrieb sollte man etwas Geduld mitbringen, der verkleckerte Tisch wird leider auch nicht gewischt.


D H

star5

Super Supppe! Leider nehme ich immer wieder dasselbe weil's sooo gut ist und verpasse den Rest :-)



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