Tages-Anzeiger



Gastro Aktuell El Luchador

Tacos und Wrestler im Kreis 5

Von Esther Kern. Aktualisiert am 09.05.2012

Der Macher der Bar La Catrina hat ein Restaurant eröffnet. Im El Luchador gibts seltsame Tischgenossen, leckere Tacos und ein neuartiges Kulturprogramm.

In dieser Beiz gibts keine Tex-Mex-Küche, dafür mexikanische Wrestler als Tischnachbarn.

In dieser Beiz gibts keine Tex-Mex-Küche, dafür mexikanische Wrestler als Tischnachbarn.

El Luchador

Adresse: Konradstrasse 69
8005 Zürich
Telefon: 044 271 72 00
Url: http://www.elluchador.ch
Öffnungszeiten: Mo–Do 11–24 Uhr, Fr / Sa 11–2 Uhr (14–18 Uhr reduziertes Angebot)

User-Rating


Profil

Preise

Günstig

Ambiente

Einfach/ungezwungen

Kriterien

In-Lokal

Restaurantarten

Bar, Restaurant

Restaurant-Küche

Mexikanisch

«El demonio azul». «Gigante Sabio». Mit diesen Tischgenossen speist man im neuen Lokal an der Konradstrasse. Zumindest beobachten sie einen von unzähligen Fotos, die die Wände zieren. Es sind Luchadores, also mexikanische Wrestler, die Masken tragen wie Spiderman und ihr Gesicht nur enthüllen, wenn sie durch eine Niederlage dazu gezwungen werden.

Die Luchadores sind eine wichtige Kindheitserinnerung von El-Luchador-Wirt Patrick Häberlin, der in Mexiko aufgewachsen ist. «Meine Eltern wohnen auch wieder in der Schweiz. Was mir hier noch fehlte, war mexikanisches Essen – und zwar das Original.» Er spricht auf Tex-Mex-Küche an, eine Erfindung aus Amerika, die sich lange auch bei uns als vermeintlich mexikanisches Originalessen breitmachte.

Im Luchador gibts keine Tex-Mex-typischen Burritos (gefüllte Weizentortillas). «Und nur frische Speisen», so Häberlin. Tex-Mex sei oft Convenience-Food. Die Hauptrolle auf den El-Luchador-Tellern spielt der Taco, also gefaltete Maistortilla mit Füllung. Der Taco mit mariniertem Schweinefleisch (10 Fr.) schmeckt kräftig und leicht süss, da Ananasstücke drin sind. Frisch und fein zubereitet auch der Taco mit Crevetten (9.50 Fr.). Die Gemüse-Empanadas (8.50 Fr.) sind geschmacklich gut, der Teig war jedoch für unsern Geschmack eine Spur zu gummig. Nicht fehlen darf das Bohnenpüree Frijoles (5.50 Fr.). An ihm scheiden sich die Geister: Den einen ists zu cremig, den anderen schmeckts. Der Aroz rojo, der rote Reis (4.50 Fr.), ist verkocht. Wir erhalten auf Nachfrage ganz selbstverständlich eine frische Portion, doch Häberlin erklärt später am Telefon, dass die Mexikaner den Reis weich gekocht essen. «Aufgrund von Rückmeldungen überlegen wir nun, ihn dem Schweizer Geschmack anzupassen.»

Fast das Wichtigste dürfen wir hier natürlich nicht vergessen: die Saucen. Im El Luchador werden sie täglich frisch zubereitet, was man merkt. Wichtige Zutaten sind Koriandergrün und Chili. Drei Saucen werden, nebst einer Schale mit Zwiebeln und Koriander, zu den Tacos serviert; die eine erfrischend, die andern zwei scharf.

Ausgezeichnet schmecken die Schokoladentorte und das Pan de elote, ein Maiskuchen. «Fast wie eine Rüeblitorte auf Mexikanisch», sagt die Begleitung.

Was uns sowieso überzeugt, ist das Ambiente. Die Bedienung ist herzlich-persönlich, aber nicht aufdringlich. Hier schnell was Kleines essen, etwas trinken passt bestens. Oder sich am Abend bei einem Taco unterhalten zu lassen. Wer etwa mehr über Luchadores erfahren will, merke sich den 9. Juni als Datum. Dann steht die erste Ausgabe der «Monthly Shorts» an, ein Kurzfilmabend, programmiert von Mitarbeitern der Winterthurer Kurzfilmtage. Häberlin betreibt auch die Bar La Catrina, die bekannt ist für kleine, feine Livekonzerte. «Im Luchador wollte ich etwas anderes machen, so bin ich auf Kurzfilme gekommen.» Nebst «Monthly Shorts» gibt es sechsmal jährlich eine offene Leinwand. Die Luchadores werden wohl aufmerksam von der Wand schauen, wenn persönliche Trouvaillen, Ferienfilme oder Filmerstlinge vorgeführt werden.

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4 KOMMENTARE

Mirella Righetti

08.11.2012, 12:22
star2

Waren gestern da essen. Sehr wenig Fleisch und Bedienung / Küche war überfordert mit 10 Personen. Bei halt nur einem Koch und einem Mini-Herd kein Wunder. 5 Personen haben gegessen, die anderen 5 mussten Ewigkeiten auf ihr Essen warten. Getränke wurden auch vergessen. Geh ich nicht mehr hin...


Sabrina Steffen

04.10.2012, 11:28
star5

Wie in Mexiko! Die besten Tacos in Zürich - besonders der Tacos al Pastor schmeckt lecker. Die Bedienung ist sehr freundlich und hilfsbereit. Ich komme bestimmt wieder.


Max Muster

19.05.2012, 12:05
star1

Das Essen ist nicht schlecht, die Bedienung unprofessionell und unendlich überfordert und muss sich pausenlos entschuldigen. Auf der Karte hat es max. 8-9 Gerichte, wir bekamen 2-3 nicht, ausverkauft! Nach einer Runde gab es keine vegetarische Taccos mehr, kein Gemüse mehr vorhanden!! Besteckt gibt es nur auf Anfrage, Getränke werden ständig vergesssen. Wenn sie endlich serviert werden, dann sind sie warm und die Cola hatte keine Kohlensäure. Alles in allem war der Besuch eine Katastrophe. Mann merkt, dass der Chef sich nicht oft blicken lässt. Absolut nicht emfehlenswert!


Mucha Lucha

14.05.2012, 20:30
star5

Tönt gut. Werde hingehen. so schlimm ist texmex auch wieder nicht. Taco hell ist natürlich etwas anderes. Der Reis in Mexico ist für mich auch etwas verkocht. Allerdings finde ich den Rissoto in der CH in der Regel zu wenig durch. Hasta luego compadres y comadres



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