Puristisch und gut
Aktualisiert am 24.10.2012
Koreanische Küche
Kimchi: Ein Essen ohne Kimchi sei kein richtiges Essen, sagen Koreaner. Für Kimchi wird Kohl mit Salz, Chili und anderen Zutaten fermentiert, ein paar Tage oder auch monatelang (sehr Vitamin-C-reich).
Saucen: Zu koreanischem Essen gehören fermentierte Saucen, nebst Sojasauce die scharfe Gochujang oder Doenjang, eine Art Misopaste. «Unsere Saucen sind länger fermentiert und kräftiger als ähnliche Produkte der japanischen Küche», sagt Miran Lee vom Misoga.
Reis: Koreaner bevorzugen jungen Reis. Er wird nur mit Wasser gekocht. Bap gibts zu jedem Essen.
Getränk: Koreaner trinken Tee, etwa Grüntee, oder Bier, etwa Hite. Sehr populär ist Soju, ein Destillat aus Reis und anderen Zutaten. Und: Makgeolli, ein Getränk aus Reis und Getreide (6 – 8 % Alkoholgehalt). Bekannt ist auch Sake, der in Korea Cheongju genannt wird.
Herkunft: Es heisst, die koreanische Küche habe die gleichen Ursprünge wie die chinesische, sich dann unabhängig entwickelt. Sicher ist: «Wir brauchen weniger Öl als die Chinesen», sagt Miran Lee. Heute sei ihre Küche eher verwandt mit der japanischen (siehe links).
Besteck: Aufgetischt werden Stäbchen und ein Löffel. Koreanische Stäbchen sind flach – eine Herausforderung für Ungeübte. Sollten Sie mal eine Schere auf dem Tisch sehen: Damit darf man grosse Stücke zerkleinern. Im Misoga wird übrigens, für Ungeübte, auch eine Gabel aufgelegt.
| Adresse: | Zeltweg 12 8032 Zürich |
| Telefon: | 044 251 99 90 |
| Url: | http://www.miso-ga.ch |
| Öffnungszeiten: | Mo–Fr 11.30–14 Uhr und 18–23 Uhr, Sa 17–22 Uhr |
User-Rating
Profil
Preise
Moderat
Ambiente
Einfach/ungezwungen
Restaurantarten
Restaurant
Restaurant-Küche
Asiatisch, Koreanisch
Dieses Mal trifft der Restaurantname voll ins Schwarze: Misoga – Haus des Lächelns. Mit Letzterem werden wir begrüsst – und ein solches haben wir nach unserem Testbesuch im Gesicht. Optisch lässt im neuen Restaurant wenig auf koreanisches Essen schliessen: ein kleiner Gastraum mit 35 Plätzen, einfach und praktisch eingerichtet, von dem aus man in die offene Küche sieht.
Dort wirkt seit einigen Monaten Miran Lee. Die Köchin aus Südkorea kam letztes Jahr in die Schweiz. Zuvor führte sie in Delhi ein sehr erfolgreiches koreanisches Restaurant. «Doch das Leben in Indien wurde zu kompliziert, vor allem wegen meiner 14-jährigen Tochter suchten wir einen Wechsel», erzählt Lee in einem Gespräch nach unserem Besuch. «Zudem hatte ich vor allem VIP-Gäste, viele Diplomaten – der Druck war riesig.» Sie wagte den Absprung – «eine Art Frühpensionierung», wie die 49-Jährige sagt –, merkte jedoch, dass sie ohne Kochen nicht sein mag. Das die abgekürzte Geschichte davon, wie Lee am Zürcher Zeltweg gelandet ist.
Pfannkuchen mit Pulpo und Frühlingszwiebeln
«Hier kann ich wieder alles selber machen», sagt sie. Alles, das beginnt beim Kimchi (siehe Box), das sie jede Woche frisch ansetzt. Hausgemacht auch die vegetarischen Mandu (14 Fr.), eine Art gebratene Dim Sum. Köstlich. Als zweite Vorspeise geniessen wir Haemulpajeon (20 Fr.), einen Pfannkuchen mit Pulpo und Frühlingszwiebeln – ganz ähnlich wie Okonomiyaki, das man aus Japan, vor allem aus Osaka, kennt. Koreanische Küche sei am ehesten vergleichbar mit der japanischen, so Lee. «Jedoch ist unsere Küche reiner, wir nutzen weniger Zusatzstoffe.» Das wahrscheinlich bekannteste koreanische Gericht, Bulgogi (30 Fr.), wird uns als Hauptspeise serviert. Das fein geschnittene marinierte Fleisch schmeckt ausgezeichnet, dürfte allerdings etwas schärfer sein. Die eher kleine Portion Fleisch erklärt Lee später so: «Ich serviere Bulgogi mit Gemüse, Sojasprossen, Glasnudeln und etwas leichter Gemüsebouillon, damit das Gericht ausgewogen ist.» Natürlich stehen daneben eine Schale Reis und Kimchi, die steten Begleiter koreanischer Gerichte.
Genau richtig in der Schärfe ist das Doenjang jjigae (26 Fr.), ein Eintopf mit ganz wenig Rindfleisch, Pulpo, Fisch, Seidentofu. Vielleicht müsste man eher sagen eine Suppe, die gut abgeschmeckt ist mit fermentierter Sojapaste, genannt Doenjang.
Etwas irritiert sind wir beim Dessert, wurden doch Reiskugeln (die sehr lecker waren) serviert mit banalem Heidelbeerjoghurt. Sowieso keine Fans von Joghurt, können wir nach all den Köstlichkeiten nicht verstehen, was er hier auf dem Teller verloren hat. Lee erklärt später, dass Koreaner seit einiger Zeit Joghurt essen und dass sie diese Kombination vor allem kreiert hat, weil sie damit eine Brücke zwischen Ost und West schlagen wolle. Sie habe sich nun aber überlegt, künftig die Gäste zu fragen, ob sie ein Dessert mit oder ohne Joghurt bevorzugen.
Die Reiskugeln hat Lee übrigens für einen Feiertag zubereitet. An diesen, sagt sie, lohne sich ein Besuch im Misoga ganz besonders, da sie dann Spezialmenüs plane, für die sie auch Delikatessen aus der Heimat importiere. Wir haben uns schon mal das koreanische Neujahr vom 10. Februar 2013 vorgemerkt. Am Vorabend gibt es im Misoga ein grosses Festtagsbuffet.
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7 KOMMENTARE
Wir waren am Freitag um 20 Uhr zu viert im Restaurant. Die Getränke kamen relativ zügig, dafür liess das Essen auf sich warten: Nach über eine Stunde wurde die Vorspeise serviert, dann die Hauptspeisen. Diese waren alles andere als imposant: Fade (selbst das eigentlich scharfe Kimchi Jigae) und mengenmässig bescheiden, rechtfertigen die Gerichte den Preis bei weitem nicht. Auf die typisch koreanischen Beilagen mussten wir ganz verzichten - was angesichts der Betonung des Restaurants auf "authentisch koreanisch" skandalös ist. Während und nach des Essens hielt es keine(r) der Angestellten für nötig, uns nach unseren Wünschen oder unserem Befinden zu fragen. Das einzige, was wir erhielten, war die Rechnung mit dem Kommentar, dass jetzt geschlossen werde. Schlicht enttäuschend.
Gestern Abend hatte es eine Servicekraft mehr und der Fernseher blieb aus. Das koreanische Bier kam nach fünf minuten und das leckere (aber etwas teure) essen hat auch nicht lange auf sich warten lassen
Leider kann ich nur Ähnliches wie die vorangehenden Kommentatoren berichten. Auch an einem Donnerstag Abend waren sowohl Bedienung wie auch Küche komplett überfordert, nach 30min konnten wir endlich Getränke und das Essen bestellen, eine Stunde später, d.h. 1.5h nach Lokaleintritt erhielten wir unser Essen. Dieses war nicht schlecht, aber auch nicht aussergewöhnlich gut. In Bezug auf die Portionengrösse jedoch deutlich überteuert! Den gesamten Abend vermied es die Bedienung die lange Wartezeit zu kommentieren geschweige denn zu entschuldigen, brachte keine weiteren Getränke, räumte Ewigkeiten nicht ab und fragte auch nicht nach weiteren Wünschen - wahrscheinlich weil sie die Antwort scheute. An besagtem Abend erging es nicht nur uns so, auch unsere Tischnachbarn verliessen entne
Leider wurde der Abend, der romantisch hätte sein sollen, eine ärgerliche Angelegenheit Die einzige Bedienung war mit den wenigen Tischen völlig überfordert. Man konnte erst auf Nachfragen bestellen. Die Getränke kamen nach etwa 20 Minuten. Koreanisches Bier gab es nicht, obwohl es auf der Karte stand. Nach 55 Minuten ohne Vorspeise oder Hauptmenu fragten wir freundlich nach. Die Antwort war zwar freundlich, und dass Essen kam dann auch nach 57 Minuten, dennoch war die Enttäuschung gross für Kenner der koreanischen Küche.Die Gerichte hatten wenig Aehnlichkeit mit traditonell koreanischem Essen, eher eine Version für Europäer - schlecht gewürzt und fad.Der Preis war angesichts des schlechten Services und der Qualität des Essens übertrieben.Nicht zu empfehlen.
Wir waren am Samstagabend zu viert voller Vorfreude im Misoga. Und wurden enttäuscht: Zuerst mussten wir 45 Minuten auf unsere Getränke warten. Nachdem wir dann irgendwann leicht genervt an der Theke nachgefragt haben wo sie bleiben, wurden sie doch noch an den Tisch gebracht. Irgendwann danach sind dann die Vorspeisen aufgetaucht: Mandu und Omelette, beides lauwarm. Die Hauptspeisen (4 Bibimbab) - ebenfalls nach fast unerträglich langer Wartezeit serviert - waren dann aber gut. Der Service ist, wir fanden es alle 4, katastrophal. Der TV mit der Korean Tourism Board Endlosschleife ging uns irgendwann dann auch auf den Geist. Unser Fazit: Schade.
Misoga - Haus des Lächelns?! Keine Begrüssung, mürrische Bedienung und null Verabschiedung. Zu wenig Personal, das gestresst herumirrt, unfreundlich bis total überfordert. Bis man die Getränke erhält, dauert es im Schnitt 30, bis zum Essen ganze 90 Minuten. Abgeräumt werden die Tische nicht einmal, nachdem der Gast geflüchtet ist, schmutzige Teller und Essensreste so weit das Auge reicht. Leider erging es nicht nur uns, sondern allen Gästen an einem Samstagabend gleich schlecht. Wenn dann einmal etwas unseren Tisch erreichte, war es lauwarm oder nur halbwegs zubereitet, geschmacklich unter dem Durchschnitt und überteuert. Die frostige Atmosphäre der Mitarbeiter wird noch durch den grossen Flat Screen getoppt, der einem in Endlosschlaufe Werbefilme des Tourist Office Korea auf
Meine Frau und ich kennen Miran Lee und ihre Kochkunst aus 5 1/2 Jahren Aufenthalt in Delhi. Einfach super, was sie dort erbracht hat - feinste Ergänzung zum feinen indischen Essen. Dass sie in Zürich wiederum erfolgreich sein wird, zur Freude aller interessierten Feinschmecker, bezweifeln wir nicht. Was Misoga heute offeriert, ist schlicht, verständlich und authentisch, leicht an westliche Gewohnheiten angepasst. Den Züritipp-Artikel finde ich gut! än Guete! Erwin und Yongsin Bänteli, Boll-BE Rating: ****




