Hallo Nachbar
Von Esther Kern. Aktualisiert am 21.12.2011
| Adresse: | Hofwiesenstrasse 265 8057 Zürich |
| Telefon: | 043 433 80 88 |
| Url: | http://www.hofwiesen.ch |
| Öffnungszeiten: | Mo-Fr 8.30- Fr 23.30, Sa 17-23.30 Uhr. |
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Profil
Preise
Moderat
Ambiente
Einfach/ungezwungen
Restaurantarten
Restaurant
Restaurant-Küche
Frische Marktküche
Währschafte Kost ist bei den aktuellen Temperaturen genau das Richtige. Darum fahren wir mit dem 11er zum Bad Allenmoos. Das Tram hält direkt vor dem neu renovierten Gasthaus Hofwiesen. Seit einigen Wochen werden hier österreichische Spezialitäten aufgetischt. «Leicht und modern interpretiert», wie Andrea Zimmermann sagt. Die Wirtin führt bereits das Monte Primero Wolfbach, ein Lokal in Hottingen mit spanischen Spezialitäten. Wie kam sie nun gerade auf die Küche des Nachbarlands? «Ich war vor einiger Zeit in Kärnten, wo wir unglaublich gut assen – für mich war klar, dass dieses Essen auch in Zürich gut ankommen würde.»
Die österreichische Gastfreundschaft ist im Hofwiesen auf jeden Fall angekommen, als Gast wird man herzlich begrüsst – und an einen der weissen, massiven Tische geführt. Wir essen Rindssuppe mit Wurzelgemüsen und Frittaten (Fr 10.50), also Flädli – köstlich –, und einem Süsswasserfischtopf (Fr. 16.50). Die Fische in der österreichischen Bouillabaisse schmecken ausgesprochen frisch, die Suppe ist leicht und aromatisch. Kärntner Fleischkrapfen folgen als zweiter Gang, eine Art Riesenravioli mit fein strukturierter Füllung. Auch das Gegenüber, ein ausgesprochener Wenig-Fleisch-Esser, lobt die Komposition. Vor allem geschmeckt hat auch das Sauerkraut, auf dem die Teigtaschen liegen: Wir können uns nicht erinnern, wann wir zum letzten Mal so gutes Sauerkraut gegessen haben.
Doch leider nimmt die Begeisterung ein abruptes Ende. Das «Eglifilet gebraten an Mandelbutter» (39 Fr.) ist übermässig buttrig – und die Butter ist leicht angebrannt. Dem Schweins-Krustenbraten (36 Fr.) fehlt es leider an Kruste, er hat stattdessen bloss ein paar angesengte Stellen und ist zäh. Das sei natürlich nicht so gedacht und eine Anfangsschwierigkeit, erklärt uns Zimmermann auf telefonische Nachfrage nach unserem Testbesuch. Megaseller im Hofwiesen seien bislang eher Klassiker wie Wiener Schnitzel und Tafelspitz – und die kämen an.
Immerhin: Die Serviettenknödel zum Krustenbraten können überzeugen. «Sie sind fast ein Muss hier», sagt uns der sympathische steirische Restaurantleiter Johann Knapp. Heute koche man die Knödel zwar nicht mehr in Servietten, sondern eingewickelt in Klarsichtfolie. Doch «Klarsichtknödel» als Name gehe natürlich gar nicht, fügt er an.
Die Weinkarte listet ausschliesslich Namen aus dem Nachbarland, von Sekt über Weiss- und Rotwein bis hin zu Süssweinen. Wir trinken den a’Kira (58 Fr. / Flasche) vom Weingut T.FX.T im Neusiedlersee-Hügelland. a’Kira ist offenbar ein österreichischer Freuden-Ausruf – wir freuen uns still und leise am guten Tropfen.
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8 KOMMENTARE
nach dem tanzabend mit silvie guillem noch schnell eingekehrt ins gasthaus hofwiesen. es war excellent. kein wort mehr!
Das Restaurant ist eine echte Bereicherung für Zürich-Oerlikon. Preis-/Leistungsverhältnis erstklassig. Interior, Service und Auswahl excellent. Am Mittag füllt sich das Restaurant je länger je mehr; ein klarer Indikator dafür, dass die Betreiber alles Richtig machen. Von der Betreiberin wird man wohl noch einiges hören in der Zürcher Gastrowelt...
Die Eintrichtung gefällt mir persönlich sehr gut. Der Service war aufmerksam, sehr freundlich und professionel. Die Küche und das Servicepersonal sind auch sehr bemüht sämtliche Kundenwünsche zu erfüllen, leider werden sie hier von der Chefin stark gebremst (sehr schade). Das Wienerschnitzel war eher mittelmässig gross, fad und zäh wie eine Schuhsohle. Allgemein sind die Portionen für diese Preise eher klein. Schade, wir kommen nicht mehr.
sorry aber als ex-kärntner kommt mir schön bei der Bezeichnung 'Fleisch krapfen' die Gänsehaut das heißt kärntner fleischnudeln und das andere waren kasnudeln und dazu ist man Salat oder kraut und nicht sauerkraut warm
Von der Nachspeise haben die Tester nichts geschrieben ! Dabei ist in Österreich gerade der Dessert wichtig. Wie steht's mit Zwetschgenknödel und Kaiserschmarren ?
Also mit Respekt,was hat Fisch in Bouillabaisse;Sauerkraut und Eglifilets mit Oestereichischer Kueche zu tun?Und dann ein Kira fuer 58.- Franken.Mich werden Sie dort nie finden!
Es war wirklich langsam an der Zeit, dass die gute österreichische Küche auch in Zürich angeboten wird, nach all dem "exotischen". Vielen Dank, und macht weiter so.




