Tages-Anzeiger



12 Teller, die uns 2016 beeindruckten

Von Claudia Schmid, Daniel Böniger und Alexander Kühn. Aktualisiert am 13.01.2017

Hunderte von Speisen haben wir in den zurückliegenden 12 Monaten privat und beruflich gekostet. Diese hier sind uns in ganz besonderer Erinnerung geblieben.

Salamiplättli im Restaurant Vereinigung Nach einer Stunde Squash ein kühles Bier und ein Plättli mit frisch aufgeschnittenem, leicht salzigem Salami. Dazu knuspriges Brot. Was braucht man mehr? (boe)

Leberknödelsuppe im Amadeus
Nur wenn ein Leberknödel über die ideale Lockerheit verfügt, zerfällt er beim Antippen mit dem Löffel fast ohne Druck. Der im Amadeus ist so ein Exemplar. Auch die Brühe ist top. (ak)

Kaninchenterrine im Gustav
Zartes Kaninchen als Terri­ne, umhüllt von Lardo, begleitet von Pilzen, Oliven, geröstetem Brot und Trüffeln. Kann Schlemmen sinnlicher sein als bei dieser Vorspeise von Antonio Colaianni? (boe)

Gefüllte Zucchettiblüte bei Rico's
Rico Zandonella, der «Gault Millau»-Koch des Jahres, servierte Zucchettiblüten, gefüllt mit perfekt glasigen Langustinen, umgossen mit säuerlicher Zabaione. Und dazu perlengrosse Cherrytomaten, die im Mund explodierten. Das hat echt geknallt! (boe)

Königskrabbe im Ecco im Hotel Atlantis by Giardinio
Küchenchef Stefan Heilemann hat viele Stärken, auch die kluge Zurückhaltung. Die Königskrabbe inszeniert er nur mit Yuzu und leicht bitteren Wintersalaten. Perfekt gesetzte Akzente! (ak)

Pizza Margherita im Più
Das Più hat mir schon oft das Leben gerettet. Endlich kann ich in der Schweiz frisch zubereitete, krustige Take-away-Pizzas auf Napoli-Level geniessen. (cs)

Fregola Sarda im Baltho
Die Pastakügelchen habe ich erst dieses Jahr entdeckt. Küchenchef Lukas Rüfenacht kochte sie wie Risotto und gab Crème fraîche dazu. Eine sämige Beilage, die ich seither selbst gern zubereite. (cs)

Seeforelle in der Wirtschaft Neumarkt
Mutig gebräunten, sorgsam gegarten Fenchel und den zu fast sirupartiger Konsistenz einreduzierten Fond aus den Abschnitten der Knolle kombinierte Küchenchef Ralf Weber mit dem filigranen, saftigen Fleisch der Seeforelle. Einfach – und einfach genial. (ak)

Spätzle mit Soss in der Wild Bar
Ich war schon etwas betrunken. Aber dieses Gericht hätte ich auch nüchtern zweimal nachbestellt. Ungemein fluffige, selbst gemachte Spätzli mit einem Sud aus Zürcher Trüffeln und Eiche. (cs)

Fritto Misto im Bianchi
Die einfachsten Dinge sind oft die schwierigsten. Umso mehr Applaus verdient der knusprigst ausgebackene Mix von Fischlein und allerlei anderem Meeresgetier. (ak)

Tarte Tatin im Pavillon in Baur au Lac
Perfekter Teig, leuchtend orange caramelisierte Äpfel, geschmeidige Vanilleglace und tiefgelbe Vanillesauce. So klassisch und hinreissend gut wie die Vor- und Hauptspeisen von Laurent Eperon ist auch die Tarte Tatin hier. (ak)

Hokkaido-Kürbis süsssauer im Hide and Seek im Hotel Atlantis by Giardino
Ein süsssaurer Hokkaido-Kürbis wird mit Kürbissorbet, Mirabelle, Sojagelee und dem Ingwergewächs Galangal vermählt. Eine Art Mayonnaise auf Basis von Kürbiskernöl gibt der Kombination eine angenehm nussige Note. (boe)

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