Für die hiesigen Gaumen
Von Michael Lütscher. Aktualisiert am 18.11.2011
| Adresse: | Mühlegasse 5 8001 Zürich |
| Telefon: | 044 252 48 48 |
| Url: | http://www.ristorante-davinci.ch |
| Öffnungszeiten: | Mo-Sa 11-14 und 17.30-24 Uhr, So 17.30-24 Uhr |
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Profil
Preise
Moderat
Ambiente
Einfach/ungezwungen
Restaurantarten
Restaurant
Restaurant-Küche
Indisch
«Da Vinci» steht an der holzverkleideten Theke. Der Schriftzug ist Zeuge des gastronomischen Wandels. Denn erst vor einem Jahr war hier, im umgebauten ehemaligen Kino Radium, ein italienisches Restaurant eröffnet worden - das bereits wieder Geschichte ist. Mobiliar und Innendekoration sind noch da: Die Wände in diesem hellen Lokal sind mit Streifen aus Kalkstein verziert, man sitzt auf beige bezogenen Louis-toujours-Sesseln.
Lässt sich daraus etwas ableiten für die Art und Weise, wie hier gekocht wird? Liest man die Menükarte, kommt man zur Antwort «nein». Es gibt die typische Auswahl eines indischen Lokals: Lamm Vindaloo, Chicken Tikka Masala (Tandoori), Fisch-Currys aus dem Süden. Erfreulich die Auswahl an vegetarischen Gerichten. «Ich will einen Querschnitt durch Indiens Küche bieten», sagt Wirt Surgit Singh, der früher das Kormasutra in Witikon betrieb, das er nun verkauft hat.
Kostet man die Speisen, stellt man fest: Sie sind weniger schwer als anderswo. Ein Grund: Statt wie in Nordindien üblich mit Ghee, der eingesottenen Butter, wird hier mit Rapsöl gekocht. Man mag die Schälchen leeren, ohne dass man sich danach fühlt wie der Rotkäppchen-Wolf mit den Steinen im Bauch. Und wir assen allerhand.
Zum Beispiel Goscht Hyderabadi (Fr. 28.50), ein Rindscurry mit gemahlenen Cashewnüssen. Oder Murg Safdarjung (Fr. 27.50), Huhn nach südindischer Art &endash ein gelbes Curry, mit Mango und Ananas zubereitet. Es schmeckte unserem Schweizer Curryklassiker Riz Casimir sehr ähnlich. Etwas dünnflüssig war das vegetarische Dal Maharani (Fr. 19.50). Surgit Singh erwähnt, dass er einen Koch des Fünfsternhotels Radisson in Delhi verpflichtet habe; uns schien, dass die Kormasutra-Küche sehr dem hiesigen Geschmack angepasst ist.
Speziell war die Vorspeise Onion Bhaji (Fr. 8.50), frittierte Kugeln aus Zwiebelstreifen und Kichererbsenmehl, zu denen eine pikante Pfefferminz-Joghurtsauce serviert wurde. Gut auch Aloo Chat (Fr. 8.50), ein erfrischender Salat aus Kichererbsen und Kartoffeln mit Granatapfelkernen.
Getrunken haben wir zu den Currys ausnahmsweise nicht Bier, sondern Pinot grigio (7 Fr./dl). Die Säuerlichkeit dieses Weissweins harmonierte auf interessante Art mit der Süsslichkeit des Essens.
Mo &endash Sa 11 &endash 14 und 17.30 &endash 24, So 17.30 &endash 24 Uhr Hauptgerichte 19.50 &endash 42.50 Franken
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4 KOMMENTARE
Lieber Herr Zollinger «Endash» ist nicht als Wort gedacht, sondern als Gedankenstrich, mit dem Tagi Online immer wieder Mühe bekundet. Ich schreib jetzt mal hier einen hin (auf Mac: Alt -), nimmt mich wunder, was damit passiert: –
Lieber Herr Zollinger «Endash» ist nicht als Wort gedacht, sondern als Gedankenstrich, mit dem Tagi Online immer wieder Mühe bekundet. Ich schreib jetzt mal hier einen hin (auf Mac: Alt -), nimmt mich wunder, was damit passiert: –
Da ist die holzverkleidete Theke nicht das Einzige, was den Sprung in die Gegenwart nicht geschafft hat. Die URL-Adresse hat diese Schwelle wohl auch noch nicht ganz überwunden.
Ich kenne die Indiesche Küche von London her und ich war immer sehr zufrieden damit. Danke für den Tip, ich werde sicher in nächster Zeit mal dort vorbeischauen. das ganze klingt sehr Sympathisch! Nur noch was anderes vorweg. Kann mir jemand das Wort "endash" erklären, das am unteren Ende gechrieben ist. das höre ich jetzt zum allerersten mal!




