Cin Cin!
Von Esther Kern. Aktualisiert am 18.07.2012
| Adresse: | Kappelergasse 16 8001 Zürich |
| Telefon: | 044 211 90 12 |
| Url: | http://www.cafe-milchbar.ch |
| Öffnungszeiten: | Mo – Sa 5 – Open End (spätestens 24 Uhr), So 10 – 17 Uhr (mit Brunch) |
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Profil
Preise
Günstig
Restaurantarten
Bar, Café, Restaurant
Endlich. Das ist an dieser Stelle das treffende Wort. Die Milchbar tischt täglich ab 17 Uhr ein Häppchenbuffet auf, an dem sich Gäste, die einen Drink bestellen, gratis bedienen dürfen. Das ist zwar nichts Neues, wird diese Art Gastfreundlichkeit in Italien ja fast an jeder Ecke zelebriert. In Zürich jedoch wartete man seit langem auf die Ankunft dieser einfachen, aber überzeugenden Idee.
Das Buffet ist nur eine von vielen Neuerungen in der Milchbar. 34 Jahre wurde das Lokal von Jean Louis Combe geführt. Nach der Kündigung erhielt Michel Péclard – unter anderem Betreiber von Schober, Pumpstation und Fischers Fritz – den Zuschlag, zusammen mit Florian Weber, seinem langjährigen Stellvertreter. Allerdings ist das Lokal im Kreis 1 derzeit nur ein Provisorium, da eine Gebäudesanierung vorgesehen ist. «Wann der Umbau beginnt, ist unklar», sagt Florian Weber. Sicher bis Ende Jahr bleibe das Provisorium bestehen. Und: Péclard und Weber sind interessiert, auch nach dem Umbau weiterzumachen. «Wir sind diesbezüglich in gutem Kontakt mit dem Besitzer», so Weber.
Vieles hat sich an der Kappelergasse zwar verändert. Allerdings öffnet man weiterhin um fünf Uhr morgens. «Das wollten wir beibehalten, weil hier traditionellerweise Pöstler, Fischer oder Marktfahrer ihren Kaffee trinken», so Weber. Neu ist das Lokal, ausser am Sonntag, bis in die Nacht geöffnet. Grosses Plus ist natürlich nach wie vor der lauschige Innenhof, den sich die Milchbar mit dem Strozzi’s teilt. Wie bisher bestellt man als Gast selber an der Bar, ausser mittags, wo am Tisch bedient wird. Dann gibt es die Klassiker aus Péclard-Betrieben, etwa den Pumpi-Spiess vom Grill (16.50 Fr., nur bei schönem Wetter) oder Salat mit Fischknusperli (24.50 Fr.), bekannt aus dem Fischer’s Fritz. Beides konnte überzeugen. Gut schmeckte auch der Flammkuchen (16 Fr.) – allerdings wurde er leider fast kalt serviert.
Natürlich haben wir eines Spätnachmittags auch vom Häppchenbuffet gekostet. Die Crostini mit Tomaten und Basilikum oder Thon waren frisch zubereitet und schmeckten ansprechend. Die Frühlingsrollen vermochten nicht zu begeistern, sie waren etwas fettig. Aber: Einem geschenkten Gaul schaut man bekanntlich nicht ins Maul ... Alles in allem ist die Qualität des Buffets sicher höher als in der durchschnittlichen italienischen Bar. Zwingend allerdings wäre unserer Ansicht nach, dass das Personal auf das Gratisbuffet hinweist – ohne Pressemitteilung hätten wir es schlichtweg übersehen. «Das ist definitiv ein Kommunikationsmanko», gesteht Weber ein und versprach, dass Gäste künftig besser informiert werden. Sie, liebe Leser, wissen nun ja ohnehin schon Bescheid!
Hauptspeisen mittags 16 – 28.50 Franken




