Begehrte Tische
Von Michael Lütscher. Aktualisiert am 02.05.2012
| Adresse: | Manessestr. 132 8045 Zürich |
| Telefon: | 044 462 01 48 |
| Öffnungszeiten: | Mo – Fr 16 – 24 Uhr |
User-Rating
Profil
Preise
Moderat
Ambiente
Einfach/ungezwungen
Kriterien
Garten/Terrasse
Restaurantarten
Bar, Restaurant
Restaurant-Küche
Frische Marktküche, Tapas/Mezes
Eine Bar, 25 Plätze an Tischen und ein kleiner Vorgarten: Das ist die unprätentiöse Beiz beim Bahnhof Giesshübel. Reservieren kann man nicht; wer am Tisch essen will, muss früh da sein. Für alle andern gibt es einen verlängerten Apéro mit Wurst, Käse und anderen Happen.
Das war schon so, als das Lokal Bar Sol hiess, also bis Ende März. Bruno Baumann und Cornelia Plüss, zwei der Mitbegründer, haben sich nach 15 Jahren verabschiedet (und machen als Caterer in der Moschti Stäfa weiter). Arno Pellegrini ist geblieben und führt neu das Restaurant zusammen mit Thalia Märkli, Ruedi Sulliger und Roman Kenel. Die drei neuen Mitbesitzer sind langjährige Crewmitglieder.
Das neue Team hat das Office entrümpelt und in der Gaststube einige Bilder abgehängt, sodass der Jugendstil-Kachelofen stärker zur Geltung kommt. Und es hat dem Restaurant den alten Namen zurückgegeben, der all die Jahre, als es unter Bar Sol firmierte, an der Fassade stehen geblieben war: Vereinigung.
«Wir wollten nicht wahnsinnig viel ändern, denn wir finden die Beiz wie ihre Gäste lässig», sagt Roman Kenel. Der Namenswechsel hat auch mit der Reform des Angebots zu tun; es gibt weniger spanische Gerichte, also weniger Tapas, dafür mehr Käse- und Wurstsorten. Gemüse und Fleisch kommen meist aus der Schweiz, aus biologischer Produktion.
Um halb acht, als wir eintreffen, sind alle Tische besetzt. Wir bestellen je ein Glas Findling – so heisst eine Traube, die einen vollmundigen Weisswein ergibt (6.60 Fr./dl). Wir melden unseren Wunsch, am Tisch zu essen, an der Bar. Wir seien die Ersten auf der Warteliste und erhielten Bescheid, sobald Platz frei sei, sagt der Barmann. Gäste stehen auf – aber nur, um draussen zu rauchen. 45 Minuten später ist weiter nichts frei, wir werden langsam hungrig – und trinken ein zweites Glas Apéro, diesmal einen Tessiner Merlot (7 Fr./dl) der einfachen Art. Dazu tun wir etwas gegen den Hunger und bestellen Spinat-Sformato (10 Fr.): eine feine Spinatquiche ohne Teig, wie der Barkeeper treffend sagt.
So gegen 21 Uhr erhalten wir dann einen Tisch. Die handgeschriebene Karte (die praktisch täglich wechselt) ist knapp: sechs Vorspeisen, von denen zwei auch als Hauptgerichte erhältlich sind, drei Hauptgänge. Originell (und zart) ist die längs geschnittene, an einer Vinaigrette servierte Schweinszunge (18.50 Fr.). Die Hauptgänge lassen auf sich warten, das Lokal ist noch immer knallvoll, und wir halten uns weiter an den Wein. Ein halber Pétalos del Bierzo (7 Fr./dl) vom bekannten Produzenten Alvaro Palacios aus Spanien steht auf dem Tisch.
Als das Ragout vom Vitellone dann serviert wird, sind wir leicht enttäuscht über die knappe Portionierung; doch das Jungrind aus dem Safiental ist sehr schmackhaft, ebenso die Spinatpizokel dazu (36 Fr.). Perfekt (und gut bemessen) sind die Orecchiette mit Cima di Rape und Knoblauchbröseln (22 Fr.).
Hauptgerichte 22 – 38 Franken
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3 KOMMENTARE
Vorspeise: gekochter Fenchel an Vinaigrette garniert mit Johanisbeeren und Ziegenkäse Hauptgang: Penne mit frischem Gemüse Zuchini mit Eierschwämmli und Pizokel Beurteilung mit 4 Sternen: Vorspeise ist eine hervorragende Kreation und dazu sehr schmackhaft. Penne sind perfekt al dente gekockt und fantastisch gewürzt. Zuchini haben mich sehr überzeugt. Pilze traumhaft zubereitet und die Pizokel sind ein grosser Genuss. Ambiente ist angenehm und die Möglichkeit die Arbeit in der Küche zu verfolgen macht den Genuss noch überzeugender. Preise für Mahlzeiten sind eine Spur hoch angesetzt doch in Anbetracht der frischen Qualität akzeptabel.
Klingt sehr Sympathisch und das Preisleistungsverhältnis stimmt auch!




