Ab in den 35. Stock
Von Esther Kern. Aktualisiert am 25.01.2012
| Adresse: | Prime Tower 8005 Zürich |
| Telefon: | 044 404 30 00 |
| Url: | http://www.clouds.ch |
| Öffnungszeiten: | Restaurant: Mo-Sa 11.30-15, 18-0.30, So 10-14 (Brunch), 18-0.30 Uhr. |
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Profil
Preise
Nicht ganz billig
Kriterien
Interessant für Touristen, Weinkarte
Restaurantarten
Bar, Restaurant
Restaurant-Küche
Frische Marktküche
Im siebten Himmel essen, über den Wolken geniessen – was wurden die Bilder in den letzten Wochen seit der Eröffnung des Restaurants Clouds strapaziert. Aber: Manchmal treffen sie eben genau ins Schwarze.
Wir hatten nach der Eröffnung im Dezember bereits über einen ersten Eindruck berichtet. Nun besuchen wir das Clouds an einem Donnerstagabend anonym. Wir haben Glück: Ein Zweiertisch direkt am Fenster im 35. Stock beschert uns eine fabelhafte Kulisse für unser Dinner. Die Plätze sind rar. Bis Ende März ist das Clouds abends ausgebucht, am Wochenende gar bis Mitte April. Als kleiner Tipp: Wer sein Glück probieren will, nimmt in der Bar einen Apéro und hofft auf einen Tisch nach 21 Uhr; oder man reserviert zum Lunch.
Aufmerksam sympathisch!
Aber wir wollen ja hier vor allem übers Essen schreiben. Die Karte überrascht positiv: keine abgehobenen Preise und ein breites Angebot für Vegetarier, inklusive eigenes Menü (ab 65 Fr.). Und: Weil ich zwei Gänge ohne Fleisch bestelle, fragt der Kellner, ob ich Vegetarierin sei, bevor er das Amuse-Bouche serviert. Aufmerksam sympathisch! Das Zanderbällchen auf Petersilienschaum, im Glas angerichtet auf erfrischendem Couscous mit Biss, schmeckt ausgezeichnet. Ein Hinweis auf die mediterrane Küche, die die beiden Köche Antonio Colaianni und David Martinez Salvany hier bieten, ist das Apéroplättchen mit Olivenöl, Salz, Oliven.
Dann wird uns eine Fischsuppe (24 Fr.) serviert, die ihresgleichen sucht: Frisch der Inhalt, gut gewürzt, mit leichter Schärfe. Die beiden Köche, die wir im Dezember interviewt hatten, bezeichneten sie damals als eines ihrer typischsten Gerichte. Raffiniert ist der Raviolone (22 Fr.), gefüllt mit Büffelricotta und rohem Eigelb, das beim Aufstechen verläuft. Der Frischkäse übrigens schmeckt in keiner Weise pelzig, wie sonst oft der Fall, sondern überzeugt durch zart schmelzende Textur. Wer will, lässt sich schwarzen Trüffel über den Raviolone raffeln (5 Fr./g).
Wir müssen essen, alles
Der Randenrisotto mit schwarzem Trüffel lassen wir heute aus, da er uns bereits an der Voreröffnung vollends überzeugt hat. Und vor allem in Erinnerung geblieben ist uns das Tartar mit Kartoffelschaum: eine Kreation, die den Klassiker gekonnt erweitert, ohne den Fleisch-Eigengeschmack zu übertönen.
Diesmal essen wir Ibericoschwein (48 Fr.) als Hauptgang: Das Filet wird in Tranchen serviert, dazwischen dünne Plättchen kross gebratener Lomitowurst. Wer sonst kein Schweinefleisch isst, sollte hier eine Ausnahme machen: Das Fleisch ist zart und geschmackvoll. Als zweiten Hauptgang essen wir das Samfaina-Gemüse-Timbale (32 Fr.). Der Name Samfaina stammt aus der katalonischen Heimat von Koch MartÍnez. Das Gericht ist verwandt mit Ratatouille und ist toll angerichtet auf Couscous. Munden tuts: gut. Der Geschmack der Gemüse kommt zur Geltung, das Couscous ist auch hier gelungen – dem Ganzen jedoch fehlt, im Vergleich zu den anderen Gerichten, das Besondere. Dafür kann das Dessert eins obendrauf setzen. «Apfel» heisst es – und es ist eine Art dekonstruierter Apfelstrudel (16 Fr.). Mit caramelisierten Strudelblättern, dazwischen gekochte Apfelbällchen, darüber Calvadoseis. Wir müssen essen, alles. Und bereuen es später, weil wir von den Friandises in Form von Lollipops nur die Hälfte probieren können.
Was nehmen wir mit runter vom Besuch? Zürich hat einen neuen Genussort, der nicht abgehoben ist, sondern schlicht überzeugt.
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19 KOMMENTARE
Sehr interessante Location um den Abend im Fumoir mit einer feinen Zigarre ausklingen zu lassen!
@S C Die von Ihnen beanstandene Altersbeschränkung hat ihre Gründe. Einer der Kommentatoren bringt es auf den Punkt:"«Na endlich mal ein Lokal, in dem man nicht von gackernden Hühnern und pickeligen Bubis umringt ist. Jetzt, wo ich weiss, dass dort keine Kinder mehr zugelassen sind, werde ich dort hingehen». Man muss sich einfach richtig benehmen!
Bezüglich des Angebots im Bistro ist meiner Meinung nach anzufügen, dass das Preis-/Leistungsverhältnis im Verhältnis zu den im Umkreis des Prime Towers liegenden Restaurants überragend ist. Für den Preis der täglich wechselnden, sehr ausgewogen und gut zubereiteten Mittagmenus im Bistro (teilweise nicht teurer als 20 - 25 Franken) erhält man in gewissen Lokalen nicht einmal ein ausschliesslich aus Convenience Produkten hergestelltes, in der Friteuse zubereitetes Schnitzel-Pommes.
Neue Altersbeschränkung in der höchsten Bar der Schweiz «Clouds» schmeisst die Jungen raus: --> http://www.blick.ch/news/schweiz/zuerich/clouds-schmeisst-die-jungen-raus-id1737023.html Jung-Politiker nerven sich über Ü25-Regel im «Clouds» --> http://www.blick.ch/news/schweiz/zuerich/jung-politiker-nerven-sich-ueber-ue25-regel-im-clouds-id1741285.html
@Marcel Zürcher: Ihre Höhe stimmt, aber die Grande Dixence Staumauer ist kein Gebäude sondern ein nicht frei stehendes Bauwerk. @Fritz Weber: Mit 250m sind der Fernsehturm St. Chrischona und die Mauvoisin Staumauer gleich hoch. Beide gehören jedoch nicht in die Kategorie der Gebäude, sondern es handelt sich um Bauwerke (als Oberbegriff), einmal freistehend (Kategorie "Turm") und einmal nicht (analog Grande Dixence). Damit bleibt der Prime Tower bis zum Bau des Roche Towers in Basel (175m) das höchste Gebäude der Schweiz.
Freitag, 30. Dezember 2011: Das Essen - ein 4-Gänger - inkl. dem Service war absolut perfekt, Preis ok! Aber die Beleuchtung Wartsaal-ähnlich, gedimmt ermüdend und die um 23h auf der obersten Etage herumsuchenden HippHopper (nach deren Äusseren beurteilt) zumindest sehr überraschend! Aber zum Thema "Zugang" abends wurde ja schon alles gesagt ...
Ist das nicht dieses Restaurants, welches 24 jährigen erwachsenen, unter anderem zum Teil beruflich erfolgreichen jungen Menschen, den Zutritt verweigert, nur weil sie nicht ü25 sind? Man mag sich nur an die Kommunikation weit vor der Eröffnung erinnern. Das Lustige ist, diese Art passt tatsächlich zu Zürich.
...ausser man ist unter 25. Dürfen eigentlich Kinder rein? Oder stören die nur?
@ Fritz Weber: Wow, wir sind wieder einmal alle stolz auf die Wortklauber, die einen Fernsehturm mit einem Geschäftshaus gleichsetzen.
Ich habe mich genau an den ZüriTipp-Artikel gehalten und das „Cloud" an der Waaggasse (wie publiziert, siehe weiter oben) gesucht. Auf meine Fragen an Passanten, wo jetzt das Restaurant sei, erntete ich lediglich ein mitleidiges Lächeln oder ein „Kannitverstan". Habe ich etwas falsch gemacht? LOL!
Ich möchte gerne ein Mal, wenigstens ein einziges Mal bitte, eine Gastrokritik lesen dürfen, in der das ausgelutschte Wort «überzeugt» nicht drin vorkommt. Danke. In diesem Artikel kommt es gleich drei Mal vor.
Wir waren auch da. Atmospähre: Laut und nervös. Essen: erinnert an Bankettmassenküche. Gäste: Tischnachbar: Adidastrainerjacke. Bedienung: Deutsch, zahlreich und inkompetent. Aussicht: Lampen und Köpfe im Fenster gespiegelt. Preise: hoch. Rundum entäuschend. Wer unbedingt da rauf wil soll in de Bar oder Lounge gehen.
Wir waren auch da und "very disappointed" Das Lokal ist LAUT, man sitzt an den Mini Tischen so nah beim Nachbarn, dass man unweigerlich hoehrt was die reden! Die Fenster spiegeln so sehr, dass man knapp die Lichter des Hauptbahnhof erahnen kann. Das Essen war OK, ist aber keine Reise und schon gar nicht die lange Reservationszeit wert. Also beim nächsten Mal höchstens in die Bar auf einen Apero
Update: Das Clouds ist auch unter der Woche bis MITTE MAI (!!) ausgebucht. Antwort auf meine Emailanfrage für ein Donnerstagsnachtessen: "Sollten Sie ein Alternativdatum ab Mitte Mai 2012 haben, werden wir dies gerne für Sie prüfen." Sogar die Lunchräume sind bis anfangs April ausgebucht! Wirklich schade.
Fehler im Kommentar Herr Weber - das höchste Gebäude ist 285 Meter hoch. Wenn schon tüpflischiissen, dann auch hohem Niveau...Ansonsten bin ich mal gespannt, denn ich werde mir das mal leisten dort Essen zu gehen
Ein Fehler im Artikel: der Prime Tower ist mit 126 Metern nicht das höchste Gebäude der Schweiz; das höchste Gebäude der Schweiz ist 250 Meter hoch!




