«Oje, freche Frauen!»
Interview: Mit Milena Moser Sprach Corina Freudiger. Aktualisiert am 01.02.2012
In Ihrem neuen Buch «Montagsmenschen» gehts um Yoga. Sind Sie esoterisch?
Nein. Yoga ist für mich Mittel zum Zweck. Ich brauche es, damit ich halbwegs anständig durchs Leben komme. Yoga ist im Roman auch nicht das Thema, sondern das Setting. Die Handlung dreht sich um Menschen und das Leben.
Mit dem Roman «Die Putzfraueninsel» wurden Sie berühmt – und zum Inbegriff der Autorin von Frauenliteratur.
Oje! Oder der Sparte Freche Frauen.
Das möchten Sie nicht sein?
Diese Kategorisierung habe ich immer als Zumutung empfunden. Ich erzähle Geschichten und wäre froh, wenn sie nicht schon im Voraus schubladisiert würden. Meine Figuren sind auch nicht frech, eher verzweifelt. Und mutig.
Ihr letztes Buch erschien 2010, das neue ist 395 Seiten dick. Sie sind eine schnelle Vielschreiberin!
Ich mach ja nicht viel anderes
Nun ja, Sie treten in einem Bühnenprogramm auf und geben Schreibkurse.
Das tu ich beides sehr gern!
Was raten Sie jemandem, der zu schreiben beginnen möchte?
Man soll alle Vorstellungen davon, was ein guter Text ist, über Bord werfen und einfach anfangen.
So machen Sie es auch?
O ja. Bei meinen Kolumnen beginne ich oft erst mal mit «Mir fällt nichts ein, mir fällt nichts ein »
Eintritt 28 / 18 Franken



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